Vorgetäuschte Entführung: Behörde geht nicht gegen Fiat-Erben vor

Der 39-Jährige brauchte nach einem ausschweifenden Wochenende Geld und soll daher die Entführung fingiert haben. Elkann war im November vorübergehend festgenommen worden.

Fiat-Erbe Lapo Elkann.
© AFP/Andreas Solaro

New York, Turin – Der Fiat-Erbe Lapo Elkann kommt nach einer vorgetäuschten Entführung mit einem blauen Auge davon. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan entschied, von einer Klage abzusehen und den Fall zu den Akten zu legen, wie ein Sprecher am Mittwoch in New York mitteilte. Der 39-jährige Lebemann war im November vorübergehend festgenommen worden.

Laut US-Medienberichten soll er die Entführung fingiert haben, um nach zwei ausschweifenden Tagen mit Sex und Drogen wieder zu Geld zu kommen. Die „Lösegeldforderung“ belief sich auf 10.000 Dollar (rund 9.400 Euro). Seine Familie alarmierte jedoch die Polizei. Diese nahm Elkann vorübergehend fest, da es nach ihren Erkenntnissen keine Entführung gegeben hatte.

Elkann soll laut den Berichten die Tage mit einer Transgender-Prostituierten verbracht haben, mit der er ausgiebig Alkohol, Marihuana und Kokain konsumiert habe. Die Polizei machte keinerlei Angaben dazu, ob der Italiener mit einer Prostituierten aufgespürt und möglicherweise Drogen bei ihm gefunden worden seien.

Elkann ist ein Enkel von Gianni Agnelli, dem legendären Gründer des italienischen Autokonzerns. Er hatte schon einmal für Schlagzeilen gesorgt, als er 2005 nach einer Überdosis ins Koma gefallen war. Auch damals soll er sich in Gesellschaft einer Prostituierten befunden haben. Elkanns Bruder John übernahm im Jahr 2008 die Leitung des Firmenimperiums der Agnellis. Die Familie hält einen 30-Prozent-Anteil an Fiat. (APA/AFP)

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