Turm und Kirchendach brauchen rasche Sanierung

Im Frühjahr muss die Außenrenovierung der mehr als 500 Jahre alten Jenbacher Pfarrkirche beginnen. Der Kostenpunkt: rund 500.000 Euro.

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Bedeutende Kirchenbauer errichteten vor mehr als 500 Jahren die Jenbacher St. Wolfgang-Kirche.
© Zwicknagl

Von Walter Zwicknagl

Jenbach –Geredet wurde über die Sanierung des Jenbacher Kirchendaches schon oft, jetzt besteht aber dringender Handlungsbedarf. „Wenn sich Schindeln schon erdwärts bewegen, sich Steine aus der Turmgegend lösen könnten, Dachbalken angefault sind und am Dachboden teilweise freie Sicht in Richtung Sonne gegeben ist, muss gehandelt werden“, sagte Pfarrer Wolfgang Meixner vor Vertretern von Vereinen, die bei der Finanzierung um Mithilfe gebeten werden. „Da darf es keine Verzögerungen mehr geben“, betont auch Helmuth Ruech vom Pfarrkirchenrat, der sich als Banker in erster Linie um das Finanzielle kümmern will. Dringend notwendig ist eine neue Turmeindeckung, mit der schon im Frühjahr begonnen werden soll. Auch die Fassade bedarf einer eingehenden Kur. Alles in allem ist derzeit von Kosten in der Höhe von 500.000 Euro die Rede. „Da darf es aber keine zusätzlichen Überraschungen geben“, ist sich Pfarrer Meixner bewusst. Neben der Sanierung des Doms zu St. Jakob in Innsbruck und der Sanierung der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt in Schwaz zähle das Jenbacher Projekt zu den Top drei, heißt es.

„Natürlich wird sich da auch die Gemeinde mit einem Betrag von 100.000 Euro einstellen. Die mehr als 500 Jahre alte Kirche ist nicht nur ein Glaubenssymbol, sondern auch ein bedeutendes Kulturdenkmal“, meint BM Dietmar Wallner. Die letzte Renovierung des Kirchen- und Turmdaches geht auf das Jahr 1979 zurück, das Kirchen­innere wurde in den Jahren 1998 und 1999 saniert.

Eternittafeln, die bisher am Dach auf der Nordseite des Kirchenschiffes zu finden waren, wären kein Thema mehr. Das Bundesdenkmalamt, das sich mit 20.000 Euro an den Kosten beteiligt, schreibe ganz klar eine Eindeckung mit Lärchenschindeln vor, sagt Pfarrer Wolfgang Meixner. Auf 2000 Quadratmeter Fassade und 1000 Quadratmeter Dachfläche – ohne den Turm – erstreckt sich das Renovierungsprogramm. Finanzielle Unterstützung gibt es durch die Landesgedächtnisstiftung, die Kulturabteilung des Landes und die Diözese Innsbruck, während die Eigenmittel der Pfarre bei 50.000 Euro liegen. „Da sind wir aber noch immer auf ein Spendenaufkommen in der Höhe von 200.000 Euro angewiesen“, wissen Meixner und Ruech. Ein Startkapital habe man bereits. „Wenn es weitertröpfelt, bin ich dankbar“, schmunzelt der Pfarrer.

Geht alles wie bisher angepeilt, könnten noch heuer die Fassadenrenovierung sowie die Turmeindeckung und die Eindeckung des Kirchenschiffes abgeschlossen werden.

Pfarrer Wolfgang Meixner, BM Dietmar Wallner und Pfarrkirchenrat Helmuth Ruech (von links) hoffen auf weitere Geldflüsse.
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