Entgeltliche Einschaltung

Koranverteilung dürfte Geschichte sein

Von Michael Mader...

  • Artikel
  • Diskussion

Von Michael Mader

Kufstein –Eine Koran-Verteilung der so genannten Lies-Aktion – ausgerechnet vor dem Marienbrunnen in Kufstein – sorgte im Juli des Vorjahres für massive Kritik aus Bevölkerung und Politik. Es gab zahlreiche Überlegungen, wie man das in Zukunft verbieten könnte.

Entgeltliche Einschaltung

Hannes Rauch, der gestern zusammen mit seinem ÖVP-Nationalratskollegen Gust Wöginger Betriebsbesuche in Kufstein machte und bei einer Pressekonferenz die ÖAAB-­Schwerpunkte im neuen Arbeitsprogramm der Bundesregierung vorstellte, sieht durch das neue Integrationspaket eine Handhabe gegen salafistische Verteil- und Rekrutierungsaktionen: „Das Gesetz ist jetzt in Begutachtung. Eine Koran-Verteilaktion in Kufstein wird nicht mehr stattfinden“, ist er überzeugt. Der Vorteil für die Gemeinden sei auch, dass sie jetzt nicht mehr selbst darüber entscheiden müssten. Rauch: „Eine Veranstaltung muss bei der Gemeinde angemeldet werden, diese schickt das Ansuchen dann an die Sicherheitsbehörde. Geregelt wird das dann interessanterweise über die Straßenverkehrsordnung.“

Wöginger, der nicht nur Nachfolger von Johanna Mikl-Leitner als Bundesobmann beim ÖAAB ist, sondern auch Sozialsprecher der Partei, reagierte gestern auch auf einen TT-Artikel über den Spießrutenlauf einer Kufsteinerin auf der Suche nach einem Arzt in der Nacht. „In meinem Bezirk sind beispielsweise die Sprengelgrenzen zwischen 19 und sieben Uhr Früh aufgelassen worden. Wir haben einen hausärztlichen Notdienst im Bezirk, der über die Rotkreuz-Leitstelle gerufen wird. Ehrenamtliche übernehmen dabei die Fahrten mit dem Arzt.“ Auch bei ihm in Schärding (Oberösterreich) hätte es nämlich immer mehr Allgemeinmediziner gegeben, die sich diese Nachtdienste nicht mehr antun wollten. Teilweise seien für einen Sprengel ja auch nur drei Ärzte zur Verfügung gestanden. Mit dem bezirksweiten System würde das wesentlich besser funktionieren.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung