Neue Werkausgabe Ingeborg Bachmanns erscheint

Jedes Jahr soll es zwei bis drei Bände geben – darunter 2021 bisher nicht veröffentlichte Briefwechsel mit Max Frisch.

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Ingeborg Bachmann wäre am 25. Juni 2016 90 Jahre alt geworden.
© Isolde Moser/Österr. Nationalbib

Berlin – Suhrkamp und Piper bringen eine Gesamtausgabe mit den Werken und Briefen der österreichischen Autorin Ingeborg Bachmann (1926-1973) heraus. Mindestens 30 Bände sind geplant, wie der Suhrkamp Verlag in Berlin ankündigte. Jedes Jahr soll es zwei bis drei Bände geben – darunter 2021 bisher nicht veröffentlichte Briefwechsel mit Max Frisch, mit dem sie einige Jahre eine Liebesbeziehung hatte.

Größere Teile des Nachlasses, den Bachmanns Geschwister 1979 der Republik Österreich als Geschenk übergaben, seien noch unbekannt, heißt es zur „Salzburger Bachmann Edition“. Die Werkausgabe wäre im Sinne Ingeborg Bachmanns gewesen, wie ihr Bruder Heinz Bachmann in Berlin sagte.

Bachmanns Werk gilt als Weltliteratur. Ihre Briefe sind für die Wissenschaftler von großer kulturgeschichtlicher und literarischer Bedeutung. So korrespondierte sie mit Uwe Johnson, Hans Werner Henze, Heinrich Böll, Hans Magnus Enzensberger, Paul Celan, Marie Luise Kaschnitz, Alfred Andersch und Ilse Aichinger.

Zum Auftakt der Werkausgabe erscheint am 25. Februar „Male oscuro“ – bisher unveröffentlichte „Aufzeichnungen aus der Zeit der Krankheit“. Suhrkamp bringt die Bände jeweils als Hardcover heraus, danach folgt Piper als Taschenbuch. Gesamtherausgeber sind Hans Höller und Irene Fußl. (dpa)

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