Qualität der Kletterrouten sichern

In der jüngsten Sitzung des Regionalmanagements Imst wurden drei neue Projekte aus der Taufe gehoben: Schulung von Klettergartenbetreuern, Milchqualität und Barrierefreiheit werden in den Fokus gestellt.

© Dorn

Von Agnes Dorn und Hubert Daum

Imst, Roppen –Das Regionalmanagement Imst mit Sitz in Roppen soll, wie der Name schon sagt, mit öffentlichen Fördergeldern Projekte anstupsen, die die Entwicklung der Region vorantreiben. In regelmäßigen Abständen werden vom Auswahlgremium in Sitzungen unterstützenswerte Vorhaben ausgewählt. Die jüngste Zusammenkunft brachte drei neue Projekte auf den Weg.

1Qualitätssicherung Climbers Paradise: Der vor zwei Jahren aus dem Regionalmanagement ausgegliederte Verein Climbers Paradise Tirol hat kürzlich das dreijährige Projekt „Qualitätssicherung Climbers Paradise“ ins Leben gerufen. In sechs halbjährlich stattfindenden Schulungen können nun interessierte Klettergartenbetreuer ihr Wissen in Theorie und Praxis weiter vertiefen. Das Programm der ersten bereits stattgefundenen Schulung bot den Teilnehmern am Vormittag beim theoretischen Teil Informationen zu rechtlichen Belangen, der Planung von Klettergärten, Materialkunde und Geologie. Am Nachmittag konnten die Klettergartenbetreuer im Hydraulikzentrum HZI ihr Wissen bezüglich richtiger Bohrtechnik und Hakenanbringung unter der Anleitung von Kurt Bubik, Mathias Burtscher und Mike Gabl vertiefen. Parallel zu den Schulungen enthält das Projekt zudem die Überarbeitung des Qualitätshandbuchs Klettergarten aus dem Jahr 2010, das in den nächsten zwei Jahren neu aufgelegt werden soll. Das vom Verein Climbers Paradise durchgeführte Projekt wird zu 65 Prozent gefördert.

2Qualitative Milchgeldabrechnung: Über 140 Milchkühe von verschiedenen Bauern verbringen den Sommer auf den 14 Gemeinschaftsalmen der Region. Die Milchqualität der einzelnen Milchkühe wird von Milchmessern bestimmt. Diese individuelle Betrachtung geht jedoch im Zuge der Abholung verloren, da nur die Qualität der Gesamtmilch bestimmt wird. Diese Klassifizierung bestimmt wiederum die Höhe des Milchgeldes. Im Rahmen einer Forschungsarbeit der FH Kufstein sollen die gängigen Methoden der Milchgeldabrechnung erhoben werden. Darauf aufbauend wird ein theoretisches Konzept mit eigener Software für eine individuelle Milchgeldabrechnung entwickelt. Die Software soll den Gemeinschaftsalmen über die Bezirkskammer kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

3Rollstuhlfreundliches Längenfeld: Längenfeld eignet sich vor allem dank seines relativ flachen und breiten Talbodens für das Thema Barrierefreiheit. Die Region soll sich zum Ausgangspunkt für einen rollstuhlfreundlichen Urlaub entwickeln. Die Begutachtung von Betrieben und Freizeitobjekten – im Pitztal wird diese bis Ende 2017 abgeschlossen – soll erste Aspekte aufzeigen. Die Ergebnisse werden auch mit dem Ziel der Bewusstseinsbildung ausgewertet und in einem Flyer mit Übersichtskarte präsentiert. In weiteren Projekten sollen die Themen Rollstuhlfreundlichkeit und Barrierefreiheit weiter forciert werden.


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