Fillon wirft Regierung „Quasi-Bürgerkriegs-Klima“ in Frankreich vor

Paris (APA/dpa) - Nach Zwischenfällen am Rande von Wahlkampfkundgebungen in Frankreich hat der konservative Präsidentschaftskandidat Francoi...

Paris (APA/dpa) - Nach Zwischenfällen am Rande von Wahlkampfkundgebungen in Frankreich hat der konservative Präsidentschaftskandidat Francois Fillon der Regierung schwere Vorwürfe gemacht. Sie lasse es zu, dass sich im Land „ein Klima eines Quasi-Bürgerkrieges“ entwickle, das den Ablauf des Wahlkampfs störe, teilte Fillon mit.

Premierminister Bernard Cazeneuve reagierte empört und kritisierte, die Verwendung dieses Begriffs sei „einfach nicht verantwortungsvoll“.

„Ich verstehe es, dass gewisse Kandidaten versucht sind, die Schwierigkeiten ihrer Kampagnen hinter Polemiken zu verstecken“, sagte der Sozialist Cazeneuve am Montag vor Journalisten. Fillon war wegen Vorwürfen zur jahrelangen Beschäftigung seiner Frau auf Parlamentskosten in Bedrängnis geraten.

Der Konservative bezog sich in seiner Mitteilung vom Sonntagabend unter anderem auf Angriffe gegen Busse mit Anhängern der Rechtspopulistin Marine Le Pen am gleichen Tag. Seine eigenen Wahlkampfauftritte würden immer wieder von „einer Handvoll linksextremer Demonstranten“ gestört, so Fillon. Zudem verwies er auf Ausschreitungen in Pariser Vororten vor dem Hintergrund von Protesten gegen Polizeigewalt. Die Regierung müsse aktiv werden, „damit die Krawallmacher und die Feinde der Demokratie aufhören, diesen Präsidentschaftswahlkampf zu stören“.

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