Rangger Köpfl: Keine Sondersubvention

Innsbruck – Die geplante neue Seilbahn am Rangger Köpfl sorgt für Irritationen zwischen Landeshauptmann Günther Platter (VP) und der Oberper...

600.000 Euro aus dem Topf des Landeshauptmanns wird es fürs Rangger Köpfl nicht geben.
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Innsbruck –Die geplante neue Seilbahn am Rangger Köpfl sorgt für Irritationen zwischen Landeshauptmann Günther Platter (VP) und der Oberperfer Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher. Von einer zugesagten Sonderförderung will Platter nämlich nichts wissen.

Die Kosten für das Projekt zwischen Stiglreith und Sulzstich werden mit 4,4 Millionen Euro beziffert. Nicht nur die Standortgemeinde Oberperfuss wird sich finanziell beteiligen, sondern auch 13 Umlandgemeinden. 880.000 sollen Letztere aufbringen, eine Million Euro kommen von der Gemeinde Oberperfuss und den Bergbahnen. Laut Entwicklungs- und Finanzierungskonzept der Standortagentur Tirol steuert der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer eine weitere Million bei, der Landesbeitrag wird mit 1,1 Millionen Euro angegeben. Der Anteil des Landes umfasst eine Förderung von 500.000 Euro für Kleinstskigebiete, gleichzeitig verweist die Standortagentur auf eine „Sonderförderung Infrastruktur-Landeshauptmann“ von 600.000 Euro.

Davon zeigte sich der Landeshauptmann überrascht, weil sie schlicht nicht vorgesehen ist. In einem Brief an Obojes-Rubatscher machte Platter dies unmissverständlich klar. Die Landesunterstützung sieht lediglich die Kleinstskigebietsförderung vor.

Derzeit werden die Gemeinden vom Konzept der Standortagentur informiert, von der Modernisierung erwarten sich die Experten eine Frequenzsteigerung von 15 bis 20 Prozent im Winter und von 30 Prozent im Sommer. Eine zeitgemäße Infrastruktur wird als Vo­raussetzung für ein attraktives ganzjähriges Erholungsgebiet bezeichnet. (pn)

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