Italiens Geheimdienste warnen vor „konkreter“ Terrorgefahr

Laut einem am Montag veröffentlichen Bericht seien die Möglichkeiten terroristischer Anschläge in Italien „konkret“. Vor allem Rom sei gefährdet.

Italiens Premier Paolo Gentiloni.
© Reuters

Rom - Italienische Geheimdienste warnen vor Terrorgefahr in Italien. Wegen der Präsenz von Kämpfern des IS (Daesh) im Land und des Einsatzes Italiens im Rahmen der Anti-IS-Koalition seien die Möglichkeit terroristischer Anschläge in Italien „konkret“, hieß es in einem am Montag vom Parlament veröffentlichten Bericht der Geheimdienste.

Wegen des anhaltenden Flüchtlingsstroms sei die Zahl der Migranten in Italien stark gewachsen. Laut dem Bericht bestehe die Gefahr einer Radikalisierung von Personen, die sich wegen mangelnder Integrationsmöglichkeiten in Italien verraten und frustriert fühlen. Die Aussicht, dass es auch in Italien zu groß angelegten Anschlägen komme, sei trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen nicht auszuschließen, hieß es. Vor allem Rom sei wegen seiner Rolle als Sitz des Papstes und damit „Hauptstadt des Christentums“ gefährdet.

Der italienische Premier Paolo Gentiloni hob das starke Engagement der Geheim- und Sicherheitsdienste zur Vorbeugung von Anschlägen hervor. Angesichts der Drohungen für die öffentliche Sicherheit dürfe sich Italien jedenfalls nicht verschließen. „Wir arbeiten hart, um unseren Bürgern ein hohes Niveau an Sicherheit zu garantieren. Mehr Sicherheit darf jedoch nicht weniger Freiheit heißen“, so Gentiloni. (APA)

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