Informations-Offensive läutet Endspurt bei VVT-Tarifreform ein

Alles neu macht der Juni. Zumindest für Jahreskartenbesitzer des Verkehrsverbundes Tirol: Sie können ins neue Tarifsystem wechseln.

Mit Kundenbriefen erklärt der VVT seinen Jahreskartenbesitzern die Möglichkeit zum Wechsel. Bis 1. Juni ist dafür Zeit.
© Thomas Böhm / TT

Innsbruck –In der Geschäftsstelle des Verkehrsverbundes Tirol (VVT) rauchen dieser Tage die Köpfe. Immerhin gilt es, bis zum 1. Juni eine der größten Tarifreformen für den öffentlichen Verkehr im Land Tirol erfolgreich abzuschließen. Dabei sei man bemüht, die Umsetzung möglichst kundenfreundlich zu gestalten, heißt es aus der VVT-Presseabteilung. Es gehe vor allem darum, die Besitzer der rund 13.000 VVT-Jahreskarten umfassend zu informieren und den Umstieg auf die neuen Tickets zu erleichtern. Sie können sich bis 1. Juni entscheiden, vom bisherigen zu einem der beiden neuen Modelle zu wechseln: zum 490-Euro-Tirolticket, welches Bahn-, Bus- und Tramfahrten innerhalb der gesamten Landesgrenzen ermöglicht, oder zum 380-Euro-Regioticket, das innerhalb zweier benachbarter Regionen gilt.

In den kommenden Tagen wird daher allen VVT-Jahreskarten-Besitzern ein Brief ins Haus flattern, in dem auf die Möglichkeit des Umstieges auf die neuen Tickets hingewiesen wird. Auch eine Aufstellung mit der exakten Ersparnis ist im Brief angeführt. Bei einem Umstieg wird die Differenz zwischen dem alten und dem neuen Ticket in jedem Fall ausbezahlt bzw. im Fall eines Dauerauftrages der neue billigere Tarif abgebucht. Das alte Ticket behält natürlich seine Gültigkeit, wenn bis zum 1. Juni auf einen Umstieg verzichtet wird. „Mit der Bestpreisgarantie sichern wir zu, dass ab 1. Juni alle Kunden zum günstigsten Tarif Öffis im ganzen Land nutzen“, sagt VVT-Geschäftsführer Alexander Jug.

Die Ende vergangenen Jahres von der Regierung angekündigte Tarifreform im öffentlichen Nahverkehr bringt für die Tiroler erhebliche finanzielle Entlastungen mit sich. Hat man bisher beispielsweise für ein Jahresticket auf der Strecke Reutte-Landeck 1551 Euro bezahlt, fährt man mit dem neuen Tirolticket um 490 Euro – eine Ersparnis von 68 Prozent. Und zudem können alle Verkehrsmittel in Tirol und nicht nur jene auf der eingetragenen Strecke benutzt werden. Für die Strecke zwischen Lienz und Sillian waren bisher 1026 Euro zu berappen. Da die beiden Bezirke direkt nebeneinanderliegen, können mit dem Regioticket 646 Euro jährlich eingespart werden.

Durch das wesentlich preisgünstigere Modell sollen, so die Hoffnung der Verantwortlichen, noch mehr Tirolern die öffentlichen Verkehrsmittel schmackhaft gemacht werden. Vor allem in den Bezirken Reutte und Lienz war der Zuspruch für die Jahrestickets bis jetzt gering. Über 60 Prozent aller Besitzer einer Jahreskarte leben in Innsbruck und Umgebung. (bfk,np)

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