Leitbörsen in Fernost schließen ohne klare Richtung

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Dienstag ohne klare Richtung beendet. Große Kursausschläge gab es nicht zu sehen...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben den Handel am Dienstag ohne klare Richtung beendet. Große Kursausschläge gab es nicht zu sehen. Unterstützt von freundlichen Vorgaben aus den USA gewann der Nikkei-225 Index in Tokio minimale 11,52 Zähler oder 0,06 Prozent auf 19.118,99 Punkte. Auch der Shanghai Composite stieg um 13,07 Punkte oder 0,40 Prozent auf 3.241,73 Punkte.

Am Montag hatte der Dow Jones seine Gewinnserie fortgesetzt und den zwölften Tag in Folge im Plus geschlossen, wenn auch nur knapp. Die Zurückhaltung der Anleger vor der Abend anstehenden Rede neuen US-Präsidenten Donald Trump vor dem Kongress verhinderte jedoch deutlichere Aufschläge an der Wall Street und in Asien. Gehofft wird vor allem darauf, dass Trump endlich Konkreteres zu den zuletzt versprochenen Steuergeschenken sagt.

Beim Hang Seng Index in Hongkong ging es dagegen etwas deutlicher um 184,32 Zähler (minus 0,77 Prozent) auf 23.740,73 Einheiten bergab. Moderate Verluste verbuchten zudem die Märkte in Indien und Australien. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 28.751,60 Zählern mit minus 61,28 Punkten oder 0,21 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney ermäßigte sich um 12,8 Zähler oder 0,22 Prozent auf 5.761,00 Einheiten.

In Hongkong lasteten Abschläge in Finanzwerten auf der Stimmung. Im Hang Seng Index verloren AIA Group 2,10 Prozent, Bank of East Asia gaben 1,98 Prozent ab und China Life Insurance schlossen um 1,66 Prozent schwächer. Daneben büßten auch Petrochina-Aktien klare 1,83 Prozent ein.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung ab sofort bis auf Weiteres kostenlos digital abrufen

TT E-PaperTT E-Paper

An der Börse in Tokio rückten dagegen Autowerte in den Blickpunkt, nachdem diese im Takata-Rechtsstreit zunehmend unter Druck geraten. Sammelkläger werfen mehreren Herstellern eine Mitschuld vor. Die Vorwürfe stützen sich nun auf interne Dokumente von Toyota, Ford, Honda und Nissan. Sie sollen belegen, dass die Konzerne bewusst Sicherheitsrisiken in Kauf nahmen, um Kosten zu sparen.

Takata-Papiere schlossen um moderate 0,18 Prozent schwächer und auch Toyota sanken bis Handelsschluss um 0,64 Prozent. Honda verloren ebenfalls 0,26 Prozent. Für Nissan kam jedoch etwas Rückenwind von einem schwächeren Yen, die Anteilsscheine legten minimale 0,09 Prozent zu.

Daneben sorgt weiter der Elektronikkonzern Samsung für Aufsehen. Nachdem das Unternehmen am Vortag die Auslieferung des Samsung Galaxy S8 für Ende März angekündigt hatte, wurde am Dienstag ein Konzernumbau bekanntgegeben. Das Unternehmen schließt sein Strategiebüro, von dem aus die verschiedenen Geschäftsbereiche des Konglomerats gesteuert werden.

Zudem tritt eine Reihe von Spitzenmanagern zurück, darunter der Präsident von Samsung Electronics, Park Sang-Jin und der Vize des Samsung-Chefs Jay Y. Lee, Choi Gee-Sung. Lee und weitere Spitzenmanager müssen sich wegen Korruption und Veruntreuung vor Gericht verantworten. Lee befindet sich seit dem 17. Februar in Untersuchungshaft. Samsung-Aktien zogen um 1,00 Prozent an, der südkoreanische Index Kospi Composite gewann bis Handelsschluss 0,27 Prozent auf 2.091,20 Einheiten.


Kommentieren