14 Jahre Haft für Messerangriff auf japanische Sängerin Mayu Tomita

Tokio (APA/AFP) - Weil er Dutzende Male auf die japanische Popsängerin Mayu Tomita eingestochen hat, ist am Dienstag ein 28-Jähriger in Toki...

Tokio (APA/AFP) - Weil er Dutzende Male auf die japanische Popsängerin Mayu Tomita eingestochen hat, ist am Dienstag ein 28-Jähriger in Tokio zu 14 Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte 17 Jahre Haft gefordert, weil der Täter Tomohiro Iwazaki „einen starken Willen“ gehabt habe, sein Opfer zu töten.

Iwazaki hatte vergangenes Jahr auf die Sängerin eingestochen, als sie auf ihren Auftritt bei einem kleinen Konzert in einem Vorort von Tokio wartete. Er war in Rage geraten, weil Tomita ein Geschenk zurückgewiesen hatte, das er ihr geschickt hatte. Die Anklage warf Iwazaki vor, „grausam und extrem gefährlich“ vorgegangen zu sein und Tomita an 34 Stellen ihres Körpers verletzt zu haben.

Tomita wurde in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus gebracht, erholte sich aber später. Japanischen Medien zufolge leidet sie aber weiterhin an Muskellähmungen rund um den Mund. Vor dem Angriff hatte die Sängerin sich bei der Polizei beschwert, dass Iwazaki sich im Internet obsessiv über sie äußere.

In Japan werden Popsängerinnen oft als große Idole verehrt und vor allem von jungen Männern belagert. 2014 waren zwei Mitglieder der beliebten Popband AKB48 bei einer Fan-Begegnung von einem Mann mit einer Säge angegriffen worden. Die Sängerinnen erlitten Knochenbrüche und Schnittwunden, der Angreifer wurde später zu sechs Jahren Haft verurteilt.

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