Fall Yücel - VÖZ: „Neuer Tiefpunkt für die türkische Pressefreiheit“

Ankara/Wien (APA) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) verurteilt die Untersuchungshaft für Deniz Yücel, den Korrespondenten der d...

Ankara/Wien (APA) - Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) verurteilt die Untersuchungshaft für Deniz Yücel, den Korrespondenten der deutschen Tageszeitung „Die Welt“. VÖZ-Präsident Thomas Kralinger sprach am Dienstag von einem „neuen und nicht mehr tolerablen Tiefpunkt für die türkische Pressefreiheit“. Yüzel habe seinen Job als Journalist gemacht, „nichts Anderes“.

In den vergangenen Jahren habe sich die Arbeitssituation der Journalisten in der Türkei ständig verschlechtert, so Kralinger in einer Aussendung. „Der Respekt vor der Freiheit der Presse ist das Rückgrat einer lebendigen Demokratie. Österreichs Verleger fordern die sofortige Freilassung Yücels und eine Beendigung der unerträglichen Verfolgung und Verhaftung kritischer Journalisten in der Türkei“.

Die Presse- und Meinungsfreiheit sei Teil der türkischen Verfassung und zudem habe die Türkei die UN-Menschenrechtskonvention unterzeichnet, „die eine staatliche Zensur verbietet und auch das Recht jedes Menschen auf freie Meinungsäußerung einschließlich des Rechts, seine Meinung zu verbreiten und die Meinungen anderer zu hören, garantiert“.

VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger kommentiert die Situation in der Türkei ebenso kritisch: „Mit jeder Welle an Journalistenverhaftungen und Medienschließungen fügt Präsident Erdogan der türkischen Gesellschaft einen dauerhaften Schaden zu. Yücels Verhaftung ist mit den Werten der Presse- und Meinungsfreiheit unvereinbar.“

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