Drogengeld in Sozialwohnung von Innsbrucker versteckt

Letztes Jahr wurde ein Marokkaner wegen massiven Drogenhandels zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 21-Jährige hatte nicht weniger a...

Landesgericht Innsbruck.
© TT/Thomas Böhm

Letztes Jahr wurde ein Marokkaner wegen massiven Drogenhandels zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 21-Jährige hatte nicht weniger als zehn Kilogramm Cannabis in Innsbruck verkauft. Ein Überbleibsel des Drogenhandels war gestern am Landesgericht Thema eines Prozesses rund um angeklagte Geldwäscherei. So war der Marokkaner bis zum letzten April in der Sozialwohnung eines nunmehr ebenso inhaftierten Innsbruckers verkehrt. Dort hatte sich der 21-Jährige nicht nur geduscht, sondern die Räumlichkeiten auch als Versteck genutzt. Erst nur für seine Haschischeier. Als der Marokkaner und der Innsbrucker letztendlich verhaftet worden waren, entdeckte eine städtische Beamtin bei der Räumung der Wohnung unter einer kleinen Standuhr jedoch eine Klarsichtfolie. Darin eingewickelt waren 7500 Euro. Die ehrliche Finderin rief sofort die Polizei. Der delogierte Innsbrucker bestritt darauf, Besitzer der Barschaft zu sein. Wenig später gestand der Marokkaner, dass es sich bei den Scheinen um Drogengeld handle. Richter Norbert Hofer wertete das Geständnis und beließ es bei zur Hälfte bedingten 1200 Euro für Geldwäscherei.

Schmerzensgeld nach Beziehungsstreit

Ans Landesgericht vorgeführt werden musste gestern eine 22-Jährige, deren wechselhafte Beziehung zu einem Mann letzten Mai zu einer persönlichen Tragödie geführt hatte. Als dieser nämlich die Wohnung der jungen Frau nach einem heftigen Streit verlassen wollte, bedrohte diese ihn mit einem Messer, um sein Bleiben zu erzwingen. Als dieser dennoch zur Tasche griff, folgte ein Schnitt in den Unterarm mit durchtrennten Sehnen. Dafür gab es 500 Euro Schmerzensgeld. Über die 22-Jährige ergingen acht Monate bedingte Haft und 560 Euro Geldstrafe. (fell)


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