Anti-Pädophilie-Aktivistin in Papst-Kommission zurückgetreten

Vatikanstadt (APA) - Die irische Anti-Pädophilie-Aktivistin Marie Collins verlässt die Päpstliche Kommission zum Schutz von Minderjährigen, ...

Vatikanstadt (APA) - Die irische Anti-Pädophilie-Aktivistin Marie Collins verlässt die Päpstliche Kommission zum Schutz von Minderjährigen, der sie seit der Einrichtung im Jahr 2014 angehörte. Die aus Dublin stammende Collins protestierte mit ihrem Rücktritt gegen „Widerstand“ seitens einiger Kurienmitglieder gegen die Arbeit der Kommission.

„Der Mangel an Kooperationsbereitschaft seitens des Dikasteriums, das sich am meisten mit Missbrauchsfällen befasst, ist skandalös“, schrieb die 69-Jährige in einer am Mittwoch veröffentlichten Presseaussendung. Der Papst habe ihren Rücktritt angenommen und ihren Einsatz zugunsten der Opfer von Missbrauch durch Geistliche gelobt. Auf Bitten des Bostoner Kardinals Sean Patrick O‘Malley, Leiter der päpstlichen Kommission, werde sie weiter extern mit der Kommission zusammenarbeiten.

Die aus Dublin stammende Marie Collins war in den 1960er Jahren von einem katholischen Priester sexuell missbraucht worden und engagiert sich seit längerem für einen besseren Schutz von Kindern in der katholischen Kirche. Im Februar 2016 hatte sich der englische Anti-Pädophilie-Aktivist Peter Saunders eine Auszeit bei der Päpstlichen Kommission zum Schutz von Minderjährigen genommen. Der englische Aktivist ist selber ein ehemaliges Missbrauchsopfer. Die vom Papst einberufene Kinderschutzkommission zählt nach dem Rücktritt von Collins nur noch 16 Mitglieder und keine Anti-Pädophile-Aktivisten mehr.

( S E R V I C E: Die Erklärung Collins‘ im Internet (Englisch):

http://www.mariecollins.net/news.html )


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