Frankfurter Rentenmarkt tendiert sehr schwach

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Mittwoch deutlich schwächer tendiert. Die gestiegene Wahrscheinlichkeit f...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Mittwoch deutlich schwächer tendiert. Die gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinserhöhung in den USA durch die US-Notenbank belastete die Festverzinslichen deutlich. Bis zum Mittag fiel der richtungsweisende Euro-Bund-Future um 0,44 Prozent auf 165,24 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um sieben Basispunkte auf 0,26 Prozent.

Zwei führende Vertreter der US-Notenbank hatten Signale für eine baldige Leitzinsanhebung gegeben. John Williams, Chef der regionalen Notenbank in San Francisco, sagte, dass eine Zinserhöhung beim nächsten Treffen der Fed im März ernsthaft erwogen werden könnte. Die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinsanhebung schon auf der nächsten Sitzung im März liegt laut Finanzmarktindikatoren bei 80 Prozent.

Zudem dürfte die Inflationsrate in Deutschland im Februar über zwei Prozent gestiegen sein. Dies zeigen erste Ergebnisse aus sechs Bundesländern. In keinem der Bundesländern lag die Rate unter zwei Prozent. Sollten auch die am Donnerstag anstehende Inflationsrate aus der Eurozone ebenfalls über zwei Prozent steigen, dann könnte der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) wachsen, über eine geldpolitische Wende nachzudenken. Die Notenbank strebt eine Rate von knapp zwei Prozent an.

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