IWF fordert Montenegro zu zusätzlichen Sparmaßnahmen auf

Podgorica (APA) - Der Internationale Währungsfonds hat Montenegro zu zusätzlichen Sparmaßnahmen aufgerufen, um die Staatsschuld in den nächs...

Podgorica (APA) - Der Internationale Währungsfonds hat Montenegro zu zusätzlichen Sparmaßnahmen aufgerufen, um die Staatsschuld in den nächsten drei bis vier Jahren zu senken. Die Ausgaben für Beamtengehälter und Pensionen seien zu hoch, teilte eine IWF-Delegation nach einem zweiwöchigen Aufenthalt in dem Adriastaat mit.

Ohne zusätzliche Sparmaßnahmen würden die öffentlichen Schulden im Jahre 2019 auf etwa 85 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ansteigen, warnte der IWF. Die Regierung müsste daher Maßnahmen treffen, um vorzeitigen Ruhestand zu unterbinden. Auch die Sozialabgaben wie etwa das Muttergeld seien relativ hoch. Dafür würden nämlich zwei Prozent des Bruttoinlandseinkommens aufgewendet. Das Muttergeld war Anfang 2016 eingeführt worden. Die Behörden hatten ursprünglich mit einem finanziellen Aufwand von 13 Millionen Euro gerechnet, tatsächlich waren es etwa dreimal so viel.

Vorgeschlagen wurde auch die Einführung einer 13-prozentigen Krisensteuer. Sie sollte auch von Pensionisten mit Ruhebezügen über dem Landesdurchschnitt bezahlt werden. Der IWF geht davon aus, dass das wirtschaftliche Wachstum in Montenegro heuer bei rund 3,4 Prozent des BIP liegen wird.

~ WEB http://www.imf.org ~ APA621 2017-03-01/20:55

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