Wiener Börse (Nachmittag) - ATX bleibt im Minus hängen

Wien (APA) - Die Wiener Börse ist heute, Freitag, im Verlauf in der Verlustzone stecken geblieben. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.807,48 P...

Wien (APA) - Die Wiener Börse ist heute, Freitag, im Verlauf in der Verlustzone stecken geblieben. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.807,48 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 4,99 Punkten bzw. 0,18 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,22 Prozent, FTSE-100/London - und CAC-40/Paris +0,54 Prozent.

Das europäische Handelsumfeld erhielt im Verlauf Auftrieb durch eine aktuelle Umfrage zur französischen Präsidentschaftswahl, die den proeuropäischen Kandidaten Emanuelle Macron nun auch im ersten Wahlgang vor der antieuropäischen Marine Le Pen sieht. Zusätzliche Unterstützung lieferten die Dienstleister der Eurozone, deren Geschäftsstimmung laut Februar-Einkaufsmanagerindex auf ihren Höchststand seit Mai 2011 geklettert ist. Der ATX prallte jedoch im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Indizes an der Nulllinie ab und blieb im Minus.

Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt jedoch auf einer Rede von Fed-Chefin Janet Yellen, die nach europäischem Börsenschluss gehalten wird und von der sie sich Hinweise auf eine mögliche Zinserhöhung im März erhoffen.

Unter den Einzelwerten handelten sich Andritz ein Minus von 1,75 Prozent auf 49,12 Euro ein und waren damit schwächster Wert im ATX. Der steirische Anlagenbauer hat seinen Gewinn im Jahr 2016 auf 274,6 Mio. Euro (2015: 267,7 Mio. Euro) gesteigert. Der Umsatz sank hingegen um 5,3 Prozent auf knapp 6,04 Mrd. Euro (2015: Rekordumsatz von knapp 6,38 Mrd. Euro).

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Von den Analysten der Baader Bank wurde in Reaktion auf die Andritz-Zahlen das neutrale Votum „hold“ sowie das Kursziel von 54,00 Euro bestätigt. Die Auftragseingänge lagen dabei etwas unter den Erwartungen, konstatiert Baader-Analyst Peter Rothenaicher. Auch der Umsatz sei „erwähnenswert“ unter jenem des starken Jahres 2015 gelegen.

Belastet wurde der ATX zusätzlich von Verlusten in voestalpine (minus 0,67 Prozent), OMV (minus 1,28 Prozent), Immofinanz (minus 0,91 Prozent) und Buwog (minus 1,35 Prozent).

Besser lief der Handel für FACC mit plus 0,58 Prozent. Der Luftfahrtzulieferer hat nach der millionenschweren Cyber-Betrugsaffäre ein gutes Jahr hingelegt: „Wir haben diese Woche die Bücher geschlossen und werden die Umsatzmarke von 700 Mio. Euro knacken“, kündigte der neue Unternehmenschef Robert Machtlinger im Interview mit den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Freitag-Ausgabe) an. Das sei ein Wachstum von 23 Prozent.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 12.45 Uhr bei 2.812,32 Punkten, das Tagestief lag um etwa 10.40 Uhr bei 2.791,39 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 1.426,39 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 14 Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und keiner unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 4.440.290 (Vortag: 3.519.985) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 108,75 (105,93) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 533.318 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 30,71 Mio. Euro entspricht.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA400 2017-03-03/14:38


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