Fußball: Salzburg reiste mit Respekt zu Auswärtsspiel gegen Rapid

Salzburg (APA) - Obwohl die Statistik Red Bull Salzburg zum klaren Favoriten gegen Rapid stempelt, so reist der Fußball-Meister dennoch mit ...

Salzburg (APA) - Obwohl die Statistik Red Bull Salzburg zum klaren Favoriten gegen Rapid stempelt, so reist der Fußball-Meister dennoch mit großem Respekt zum Auswärtsspiel gegen die Hütteldorfer am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins, Sky). Die Grün-Weißen seien weit stärker, als Tabellenplatz fünf vermuten ließe, lautete der Tenor von Trainer Oscar Garcia und Goalie Alexander Walke.

Dass Salzburg die jüngsten sieben Liga-Partien gewann und Rapid in den vergangenen vier Runden sieglos blieb, spielt laut Oscar für das Match im Allianz Stadion keine Rolle. „Rapid ist nach wie vor eine der besten Mannschaften Österreichs mit einem der besten Kader des Landes. Mit ihren Fans im Rücken (Anm: bis Freitag waren 21.000 Tickets verkauft) wird es für uns ein schwieriges Spiel, wir müssen mit viel Persönlichkeit und Mut auftreten, um dort bestehen zu können“, sagte der Katalane.

Oscar kann erstmals im Frühjahr auf Wanderson zurückgreifen, dessen FIFA-Sperre abgelaufen ist. Von Beginn an dürfte der Brasilianer aber nicht zum Einsatz kommen. „Er hat lange nicht gespielt, daher ist es für ihn schwierig, 90 Minuten zu absolvieren. Doch er wird uns in Zukunft sicher helfen.“

Seinen Stammplatz fix hat hingegen Keeper Walke, der so wie Oscar vor den Rapidlern warnte. „Die Tabelle spiegelt nicht ihre wahre Qualität wider. Ich hätte nie und nimmer gedacht, dass sie in so einer Saisonphase auf Rang fünf stehen, weil sie einen starken Kader mit viel Potenzial haben.“

Seine Mannschaft müsse sich im Westen Wiens auf harte Gegenwehr gefasst machen. „Es wird in diesem Spiel sicherlich heiße Phasen geben, deshalb müssen wir dort mit kühlem Kopf auftreten“, forderte Walke.

Der Deutsche wurde von Oscar erwartungsgemäß zumindest bis Saisonende zum neuen Kapitän und damit Nachfolger des nach China abgewanderten Jonatan Soriano bestimmt. „Es war nicht notwendig, etwas zu ändern. Ich habe einfach den zweiten Kapitän zum ersten gemacht“, erzählte der Coach.

Walke fühlte sich geehrt, betonte aber auch: „Wichtig ist, dass es mehrere Leute auf dem Platz gibt, die etwas zu sagen haben.“ Soriano habe große Fußstapfen hinterlassen. „Er hat das überragend gemacht, auf und außerhalb des Feldes.“

Über den Abgang des Goalgetters war der 33-Jährige überrascht. „Aber so ist es im Fußball - der eine kommt, der andere geht. Er war ein Mega-Typ, mit dem wir viel Spaß gehabt haben. Deshalb ist schon ein trauriges Auge dabei, dass es jetzt zu Ende gegangen ist.“ Sorianos Nummer 26 wird ab sofort vom Verein nicht mehr vergeben - aus Respekt vor den Leistungen des Katalanen, wie „Geschäftsführer Commercial“ Stephan Reiter bekanntgab.


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