Entgeltliche Einschaltung

Reaktionen: Vorschusslorbeeren für Pamela Rendi-Wagner

Mit Pamela Rendi-Wagner übernimmt eine anerkannte Expertin das Gesundheits- und Frauenressort. Die bisherige Sektionschefin im Gesundheitsministerium und Generaldirektorin für die öffentliche Gesundheit ist so wie ihre verstorbene Vorgängerin Sabine Oberhauser Ärztin.

  • Artikel
  • Video
  • Diskussion
ÖVP-Generalsekretär Nehammer fordert SPÖ-Chefin Rendi-Wagner auf, sich "vom Schatten der Silberstein-Kern-Vergangenheit zu lösen".
© Reuters

Wien - Die neue Ministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) ist am Mittwoch vom Großteil der „Player“ im Gesundheits- und Frauenbereich mit offenen Armen aufgenommen worden. Von den Sozialpartnern über Frauen-, Ärzte-, Pharma- bis zu Psychologenvertretern reichten die positiven Reaktionen. Lediglich die politische Opposition zeigte sich abwartend.

Entgeltliche Einschaltung

Rendi-Wagner ist erst am Dienstag der SPÖ beigetreten. Bei den SPÖ-Frauen und der Gewerkschaft ist sie anders als ihre Vorgängerin Sabine Oberhauser nicht verankert. Dennoch wurde sie - am Internationalen Frauentag - auch von dieser Seite freundlich willkommen geheißen. Man habe ihr volle Unterstützung zugesagt, so die SPÖ-Frauenvorsitzende und Ex-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in einer Aussendung.

Für den ÖGB gratulierte Präsident Erich Foglar. Man werde „der neuen Ministerin natürlich als verlässlicher Partner in der Gesundheitspolitik zur Verfügung stehen“, ließ er wissen. Gratulationen kamen auch von Arbeiterkammer-Präsident Rudolf Kaske („kompetente Medizinerin“) Wirtschaftskammer-Chef Christoph Leitl („schon bisher kompetent, umsichtig und im Dialog mit allen Beteiligten“) und der Industriellenvereinigung.

Für die Sozialversicherung gratulierte Hauptverbands-Vorsitzende Ulrike Rabmer-Koller, die von einem wichtigen Signal der Kontinuität sprach. Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger lobte Rendi-Wagner als „medizinische Expertin mit hervorragendem wissenschaftlichem Hintergrund“, und auch der Psychologen-Berufsverband freute sich.

Seitens der Pharmabranche kamen positive Worte von der Pharmig („versierte Gesundheitsexpertin“) und dem Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie in Österreich (FOPI) („ausgewiesene Kennerin“). Max Wellan, Präsident der Apothekerkammer, zeigte sich überzeugt, dass die neue Ministerin viel für eine positive Entwicklung des Gesundheitswesens beitragen werde.

ÖVP-Chef sieht neue Ministerin positiv

Auch Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat sich am Rande eines Betriebsbesuchs bei Siemens am Mittwoch anerkennend zu Rendi-Wagner ausgesprochen. Es sei natürlich Sache des Koalitionspartners, die Nachfolgerin der verstorbenen Sabine Oberhauser zu küren. „Ich sehe das, was die Vorzeichen anbelangt, durchaus positiv“, sagte er.

Auf die Frage, ob ein eigenes Frauenministerium in der Regierung sinnvoll wäre, meinte er, das wäre natürlich überlegenswert. Aber diese Regierung habe schon die Halbzeit überschritten, „daher bleiben die Strukturen so wie sie sind“.

Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) ist davon überzeugt, dass sich die neue Ministerin stark für Frauenrechte einsetzen wird. Sie wolle sich zunächst ihre Arbeit ansehen, so wie sie Rendi-Wagner kenne, werde sie aber eine starke Kämpferin für Frauen sein, erklärte Karmasin am Rande einer Veranstaltung zum Frauentag zu Journalisten. Positiv äußerte sich auch Ingrid Korosec vom ÖVP-Seniorenbund.

Skepsis bei politischen Gegnern

Etwas zurückhaltender fielen die Reaktionen der politischen Opposition aus. FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch-Jenewein will „Dr. Joy Pamela Rendi-Wagner“ an ihren Taten messen und ihr keine Schonfrist gewähren. Team Stronach-Klubobmann Robert Lugar möchte Rendi-Wagner erst beurteilen, wenn man wisse, was sie vorhat, und die NEOs verwiesen auf die großen Aufgaben im Gesundheits- und Frauenbereich, vor denen Rendi-Wagner stehe.

Ähnlich sahen das die Grünen. Die Gesundheitsförderung und die Prävention als Stiefkinder des Gesundheitswesens müssten eine größere Rolle spielen, die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern geschlossen werden, so Klubobfrau Eva Glawischnig. (TT.com, APA)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung