6 Jahre Syrien-Krieg - Caritas und CARE: Hilfe darf nicht nachlassen
Damaskus/Wien (APA) - Anlässlich des bevorstehenden 6. Jahrestages des Beginn des syrischen Bürgerkrieges haben Hilfsorganisationen dazu auf...
Damaskus/Wien (APA) - Anlässlich des bevorstehenden 6. Jahrestages des Beginn des syrischen Bürgerkrieges haben Hilfsorganisationen dazu aufgerufen, bei der Hilfe für die Menschen in Syrien und bei den internationalen Bemühungen zur Beendigung des blutigen Konflikts nicht nachzulassen. „Wir dürfen uns an Krieg und Zerstörung nicht gewöhnen“, appellierte Caritas-Präsident Michael Landau am Montag in einer Aussendung.
Die Hilfsorganisation CARE erinnerte daran, dass in Syrien weiterhin 650.000 Menschen, darunter 300.000 Kinder, in 13 belagerten und schwer erreichbaren Gebieten wie Madaja, Zabadani, Fua, Kfarja oder Deir ez-Zor ausharren. Allein in Deir ez-Zor sind laut CARE 93.000 Zivilisten eingeschlossen. Insgesamt fast fünf Millionen Menschen seien wegen der schwierigen Sicherheitslage nur extrem schwer zu erreichen. „Wir appellieren an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft, alles dafür zu tun, den humanitären Zugang sicherzustellen und das Völkerrecht zu wahren“, erklärte die NGO in einer Aussendung.
Die Caritas wies daraufhin, dass es - je länger der Krieg andauert - neben der kurzfristigen Nothilfe „immer mehr darum gehe, den überlebenden Menschen Perspektiven zu bieten“. So müsse es für die Kinder in Syrien, Jordanien und Libanon die Möglichkeit geben, in die Schule zu gehen. „Kinder, die in Flüchtlingslagern aufwachsen, laufen Gefahr, dort zu einer verlorenen Generation heranzuwachsen, das müssen wir mit aller Kraft verhindern,“ so der Caritas-Präsident.
Auch die internationale Staatengemeinschaft dürfe ihre Bemühungen für eine friedliche Lösung des blutigen Konflikts nicht aufgeben, forderte Landau. „Wenn wir Krieg und Terror als gegeben hinnehmen, haben wir als Menschheit versagt“, warnte Landau. „Und klar ist auch: So lange der Krieg dauert, so lange die Menschen in der Region nicht ausreichend Schutz und Lebensperspektiven finden, und so lange mit Waffenhandel viel Geld verdient wird, werden sich Menschen auf den Weg machen - auch nach Europa.“
Insgesamt 13,5 Millionen Menschen in Syrien, davon 6 Millionen Kinder, benötigen humanitäre Hilfe. Im Jahr 2017 werden sieben Millionen Menschen in Syrien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen und zwei Millionen von Hunger bedroht sein. Damit ringen acht von zehn Haushalte im Land darum, alle Familienmitglieder täglich mit ausreichend Nahrung zu versorgen. Mehr als 11 Millionen Menschen sind seit März 2011 geflüchtet. Die meisten von ihnen innerhalb Syriens und in die umliegenden Nachbarländer.
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