Russland kritisiert Absage der syrischen Opposition für Astana

Damaskus (APA/dpa) - Russland kritisiert die Absage der syrischen Opposition für die nächste Runde von Friedensgesprächen in Kasachstan. Ein...

Damaskus (APA/dpa) - Russland kritisiert die Absage der syrischen Opposition für die nächste Runde von Friedensgesprächen in Kasachstan. Einzelne Verletzungen der Waffenruhe dürften nicht zu einem Boykott führen, sagte der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow am Montag in Moskau.

„Seit die Waffenruhe in Kraft ist, hat sich die Lage deutlich normalisiert. Deshalb sehen wir keinen Grund, diese Frage mit dem Treffen in Astana oder dem Genfer innersyrischen Gesprächsprozess unter Ägide der UN zu verknüpfen“, sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Die Rebellen wollen nicht an dem für Dienstag und Mittwoch geplanten Treffen teilnehmen. Die Angriffe auf Rebellengebiete und die Tötung von Zivilisten gingen trotz der Waffenruhe seit Ende Dezember weiter, sagte Oppositionssprecher Ahmed Ramadan.

Russland, der Iran und die Türkei sind die Garantiemächte des Waffenstillstands in Syrien. Der russische Außenminister Sergej Lawrow beriet am Montag telefonisch mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavosoglu über die Lage.

Nach Angaben des kasachischen Außenministeriums trafen am Montag die Unterhändler der syrischen Regierung, Russlands und der Vereinten Nationen in Astana ein. An den ersten Gesprächsrunden in Astana im Jänner und Februar hatte die syrische Opposition teilgenommen.