Acht Mitarbeiter von Hilfsorganisation im Südsudan entführt
Juba (APA/dpa) - Acht Mitarbeiter einer Hilfsorganisation sind nach Angaben des südsudanesischen Militärs in dem ostafrikanischen Krisenstaa...
Juba (APA/dpa) - Acht Mitarbeiter einer Hilfsorganisation sind nach Angaben des südsudanesischen Militärs in dem ostafrikanischen Krisenstaat entführt worden. Hinter der Entführung in der Region Mayendit im Norden des Landes stünden Anhänger des Rebellenführers Riek Machar, sagte Militärsprecher Lul Ruai Koang am Montag. Die Gruppe äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Es soll sich nach Militärangaben um Helfer der christlichen Samariter‘s Purse handeln. Die Organisation war für keine Stellungnahme zu erreichen. Das Nothilfebüro der Vereinten Nationen (UN-Ocha) im Südsudan bestätigte, dass mehrere Mitarbeiter einer NGO als vermisst gelten. Es gebe „aktive Verhandlungen“, erklärte Ocha-Sprecherin, Guiomar Pau Sole. Nähere Angaben machte sie aus Sicherheitsgründen nicht.
Ende 2013 war ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem damaligen Stellvertreter Machar eskaliert. Zehntausende Menschen kamen seither ums Leben, rund 3,4 Millionen sind nach Angaben der Vereinten Nationen auf der Flucht. In Teilen des Landes wurde im Februar eine Hungersnot erklärt.