Vermutlicher Drahtzieher hinter Massaker in Guinea ausgeliefert
Conakry (APA/dpa) - Mehr als sieben Jahre nach einem politisch motivierten Blutbad mit 150 Toten in Guinea ist ein mutmaßlicher Drahtzieher ...
Conakry (APA/dpa) - Mehr als sieben Jahre nach einem politisch motivierten Blutbad mit 150 Toten in Guinea ist ein mutmaßlicher Drahtzieher dem westafrikanischen Land ausgeliefert worden. Der frühere Leiter der Präsidentengarde Guineas, Aboubacar Toumba Diakite, war vergangenen Dezember in der senegalesischen Hauptstadt Dakar festgenommen worden.
Ein Sprecher der Regierung Guineas bestätigte am Montag die Überstellung aus dem Senegal.
Sicherheitskräfte hatten im September 2009 eine Kundgebung der Opposition in Guinea mit rund 50.000 Teilnehmern brutal niedergeschlagen. Dabei wurden mehr als 150 Menschen getötet. Die Präsidentengarde soll dabei eine führende Rolle gespielt haben. Die Kundgebung hatte sich gegen die Militärjunta gerichtet, die sich im Jahr zuvor an die Macht geputscht hatte.