Fusionen unter deutschen Genossenschaftsbanken gehen weiter
Frankfurt (APA/Reuters) - Die Genossenschaftsbanken in Deutschland haben im vergangenen Jahr von Zuwächsen im Kreditgeschäft und Einsparunge...
Frankfurt (APA/Reuters) - Die Genossenschaftsbanken in Deutschland haben im vergangenen Jahr von Zuwächsen im Kreditgeschäft und Einsparungen profitiert. Wie in vielen anderen Ländern wurden Banken fusioniert. Bei den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken stehen auch heuer Zusammenschlüsse an, hieß es am Dienstag.
Der Jahresüberschuss von Volks- und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und genossenschaftlichen Sonderinstituten stieg 2016 von 1,4 auf 1,7 Mrd. Euro, wie der Branchenverband BVR mitteilte.
Dank der robusten Konjunktur in Deutschland bauten die Genossenschaftsbanken ihr Kreditgeschäft um 4,5 Prozent auf 528 Mrd. Euro aus und nahmen der Konkurrenz Marktanteile ab, wie BVR-Präsident Uwe Fröhlich berichtete.
Der Zinsüberschuss ging wegen der niedrigen Zinsen im vergangenen Jahr um 3,5 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro zurück. Um gegenzusteuern, drückten die Genossenschaftsbanken auf die Kostenbremse. Die Zahl der Mitarbeiter sank um 2,4 Prozent auf 151.550. Der Abbau habe nahezu ausschließlich über Altersfluktuation stattgefunden. Zudem wurden Filialen geschlossen und Banken fusioniert.
Die Zahl der Genossenschaftsbanken sank im vergangenen Jahr erstmals unter die Marke von 1.000. Durch Fusionen schrumpfte die Zahl der Institute um 49 auf 972.
„Ich gehe davon aus, dass die Fusionszahlen für das laufende Jahr ähnlich aussehen werden“, sagte Fröhlich laut Redetext.