US-Schwulen- und Kinderrechtsgruppen warnen vor Diskriminierung

Chicago (APA/AFP) - In den USA schlagen Gruppen Alarm, die gegen die Diskriminierung sexueller Minderheiten aktiv sind. Eunice Cho von der e...

Chicago (APA/AFP) - In den USA schlagen Gruppen Alarm, die gegen die Diskriminierung sexueller Minderheiten aktiv sind. Eunice Cho von der einflussreichen Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) erklärte am Montag, „unterschiedliche Taktiken und Strategien“ seien am Werk, um die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) zu untergraben.

Die Organisationen setzen sich dafür ein, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Identität oder Orientierung offen, frei und sicher leben können. Besondere Sorgen macht den Aktivisten ein am Freitag im US-Bundesstaat South Dakota in Kraft getretenes Gesetz, wonach von der Regierung finanzierte Adoptionseinrichtungen und Kinderheime unter Berufung auf religiöse Vorbehalte die Zusammenarbeit mit gleichgeschlechtlichen Eltern ablehnen können. Laut Sarah Warbelow, Chefjuristin bei Human Rights Campaign (HRC), eine der größten LGBT-Organisationen in den USA, ist das Gesetz „erst der Anfang“ und „Teil einer großen Welle“ ähnlicher diskriminierender Maßnahmen.

ACLU und HRC zufolge gibt es mehr als hundert ähnliche Gesetze oder Gesetzentwürfe in 23 Bundesstaaten, darunter Texas, Oklahoma, Alabama, Arkansas und Tennessee. Christine James-Brown, Chefin von Child Welfare League of America (CWLA), der ältesten US-Kinderwohltätigkeitsgruppe, sagte, das Gesetz in South Dakota laufe darauf hinaus, gleichgeschlechtlichen Elternteilen, die Kinder bei sich aufnähmen, deren spätere Adoption zu verbieten.

Unterdessen kündigten die Veranstalter der Homosexuellen-Parade in West Hollywood bei Los Angeles für dieses Jahr einen „Widerstandsmarsch“ an. Statt einer Gay-Pride-Parade zum Feiern bisher erreichter Fortschritte werde es diesmal am 11. Juni eine Demonstration „zur Sicherung unserer Zukunft“ geben, hieß es im Internet. An der Veranstaltung nehmen jährlich etwa 400.000 Menschen teil. Erstmals fand sie 1970 statt.