US-Kongressausschuss verschiebt Beratungen über Gesundheitsreform
Washington (APA/Reuters) - Im US-Kongress verzögern sich Beratungen über die Aufhebung der Gesundheitsreform des ehemaligen Präsidenten Bara...
Washington (APA/Reuters) - Im US-Kongress verzögern sich Beratungen über die Aufhebung der Gesundheitsreform des ehemaligen Präsidenten Barack Obama. Der Budgetausschuss im Repräsentantenhaus will statt wie bisher geplant am Mittwoch nun erst am Donnerstag über die entsprechende Gesetzesvorlage der republikanischen Partei von Präsident Donald Trump debattieren.
Wenige Stunden zuvor hatte der parteiunabhängige Rechnungshof des Kongresses eine Studie vorgelegt, nach der durch die Aufhebung von Obamacare nächstes Jahr 14 Millionen Amerikaner ihre Krankenversicherung verlieren würden.
Durch Obamacare haben 20 Millionen Menschen in den USA erstmals Zugang zu einer solchen Versicherung erhalten. Trump hatte wiederholt angekündigt, die Gesundheitsreform rückgängig zu machen. Allerdings ist innerhalb seiner republikanischen Partei auch nach Vorlage der entsprechenden Gesetzesinitiative umstritten, wie dies genau vonstattengehen soll. Im dem von den Republikanern dominierten Repräsentantenhaus galt die Annahme des Entwurfs bisher als sicher, im Senat könnte es - vor allem nach den Ergebnissen der Studie - dagegen knapp werden. Die Demokraten sind gegen ein Ende von Obamacare, doch auch außerhalb der Partei von Obama regt sich Widerstand. In den USA gibt es keinen Fraktionszwang.