Flock: “Alle fangen bei null an“
Für Skeleton-Ass Janine Flock steht in Pyeongchang die Olympia-Generalprobe an.
Pyeongchang –Tüfteln, testen, analysieren – in den vergangenen zwei Wochen beschnupperte die internationale Skeleton-Elite erstmals den neuen Eiskanal für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang. Wobei „beschnuppern“ für Janine Flock wohl der falsche Ausdruck ist. Die Rumerin war die ersten Tage wegen einer Nebenhöhlenentzündung geschwächt. „Ich bin ziemlich angeschlagen in Südkorea angekommen, die ersten Läufe auf der Bahn waren dementsprechend hart“, erklärte die amtierende Vize-Europameisterin. Beim Weltcup-Finale am Freitag werden Flock und Co. die Bahn erstmals unter Wettkampfbedingungen testen. „Es ist eine sehr spezielle Anlage mit einem sehr interessanten Charakter. Die Herausforderung ist, dass ich sehr flexibel sein muss, um gewohnte Lenkroutinen zu brechen und neue zuzulassen“, betonte die Tirolerin.
Von Liebe auf den ersten Blick kann man zwischen der 27-Jährigen und dem Alpensia Sliding Center nicht sprechen. „Zu Beginn hat es mich ziemlich herumgeworfen, weil ich noch keine Orientierung hatte. Druck, Schwerkraft, Speed und Rhythmus – alles hat sich ungewohnt angefühlt. Jede Pilotin hat hier bei null angefangen. Am Freitag wird sich zeigen, wie erfolgreich ich am Weg zur schnellsten Linie unterwegs bin“, verriet das heimische Skeleton-Aushängeschild. Auch wenn noch kein richtiges Olympia-Feeling an der Anlage aufkomme, sei Olympia bei Flock präsent: „Eine Medaille ist mein großer Traum. Jede Erfahrung, die ich hier mache, kann in einem Jahr Gold wert sein!“ (alm)