Auch Schweizer Rieter Textilmaschinen in Sorge um Türkei-Geschäft

Winterthur (APA/sda) - Der Schweizer Textilmaschinenhersteller Rieter hat die politischen Spannungen in der Türkei bereits deutlich zu spüre...

Winterthur (APA/sda) - Der Schweizer Textilmaschinenhersteller Rieter hat die politischen Spannungen in der Türkei bereits deutlich zu spüren bekommen: Der Umsatz in der Türkei ging im vergangenen Jahr um 17 Prozent zurück. Nun hofft Rieter auf ein Anschubprogramm für die türkische Textilindustrie.

Seit 50 Jahren liefert Rieter Maschinen an die türkische Textilindustrie. Über die Jahre hat sich das Land am Bosporus zu einem wichtigen Abnehmer entwickelt. Der Putschversuch des türkischen Militärs im vergangenen Jahr sorgte bei den dortigen Textilunternehmern jedoch für Unsicherheit und einen Investitionsstopp - mit entsprechenden Folgen für Rieter.

Laut den am Dienstag publizierten Jahreszahlen sank der Umsatz in der Türkei um 17 Prozent auf noch 119,4 Mio. Franken (111,1 Mio. Euro). Aktuell macht Rieter dort noch rund 13 Prozent seines Umsatzes.

Man stehe im stetigen Kontakt mit den Kunden, sagte Rieter-Chef Norbert Klapper vor den Medien. Es gebe momentan leider viel Unsicherheit. „Wir wissen auch nicht, wie sich die Referendums-Abstimmung auf die Textilindustrie auswirken wird.“

Klapper ist aber überzeugt, dass die türkische Regierung die heimische Textilindustrie am Leben erhält. „Wir hoffen, dass die Regierung ein Anschubprogramm für diesen Wirtschaftszweig auf die Beine stellen wird.“ Ob und wann die Unterstützung für die türkischen Textilunternehmen kommt, ist aber ebenfalls unklar.