Ost-Libyens starker Mann Haftar startet Offensive auf Ölterminals

Benghazi (APA/AFP) - Soldaten der selbsternannten libyschen Nationalarmee von General Khalifa Haftar haben am Dienstag im Osten des Landes e...

Benghazi (APA/AFP) - Soldaten der selbsternannten libyschen Nationalarmee von General Khalifa Haftar haben am Dienstag im Osten des Landes eine Offensive auf zwei wichtige Ölterminals gestartet. Ein Sprecher von Ost-Libyens starkem Mann Haftar sagte, Streitkräfte am Boden, zur See und in der Luft griffen gemeinsam die Ölterminals Ras Lanuf und Al-Sidra an.

Ziel sei es, diese von islamistischen Einheiten zurückzuerobern, die sie Anfang des Monats eingenommen hatten.

Haftar unterstützt mit seiner selbsternannten libyschen Nationalarmee die libysche Gegenregierung in der östlichen Stadt Benghazi. Seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Herbst 2011 herrscht Chaos in dem nordafrikanischen Land. Verschiedene Milizen ringen um die Macht. Davon profitierte unter anderem die Jihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS). Die Einheitsregierung in Tripolis, die vor einem Jahr unter Vermittlung der Vereinten Nationen gebildet worden war, ringt weiter darum, ihre Autorität im ganzen Land durchzusetzen.

Viele Diplomaten befürworten mittlerweile, Haftar in eine politische Lösung einzubeziehen. Der General wird unter anderem von Ägypten unterstützt. Experten sehen aber auch ein wachsendes Interesse Russlands an dem Konflikt und Anzeichen für eine Unterstützung Haftars durch Moskau.