Flüchtlinge auf der Balkanroute: Merkel sagt Serbien Unterstützung
Berlin (APA/dpa) - Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat Serbien Unterstützung für die Aufnahme von Flüchtlingen zugesagt. „Wir wollen Se...
Berlin (APA/dpa) - Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat Serbien Unterstützung für die Aufnahme von Flüchtlingen zugesagt. „Wir wollen Serbien da nicht alleine lassen“, sagte die CDU-Chefin am Dienstag vor einem Treffen mit dem serbischen Ministerpräsidenten Aleksandar Vucic in Berlin. Sie lobte die Rolle Serbiens in der Flüchtlingskrise und betonte, weitere Anstrengungen seien nötig.
„Leider ist es nicht so, dass auf der sogenannten Balkanroute gar keine illegale Migration mehr stattfindet“, ergänzte Merkel. Vucic betonte, sein Land wolle ein solidarischer Partner der Flüchtlingspolitik Merkels bleiben. Derzeit lebten etwa 7500 Flüchtlinge in Serbien. „Das ist eine sehr hohe Zahl.“ Er fügte an: „Wir tragen diese Last, wir jammern nicht“. Vucic bedankte sich für die Unterstützung durch Ausrüstung und Polizisten aus Deutschland und die Hilfe aus der EU. „Wir werden auf diesem Weg weitermachen, wir wollen unsere solidarische und humane Seite zeigen.“
Vor einem Jahr wurde die „Balkanroute“ für Flüchtlinge weitgehend geschlossen, über die seit 2015 mehr als eine Million Migranten nach Westeuropa und vor allem nach Deutschland und Österreich gekommen waren. Heute versperren rund 525 Kilometer Grenzzäune Flüchtlingen den Weg. Die Folge: Über 60.000 Menschen sitzen in Griechenland fest, etwa 7500 in Serbien. Sie können nicht weiter nach Norden und wollen nicht zurück in ihre Heimatländer.
Serbien hat sieben Millionen Einwohner. Deutschland hat alleine 2016 rund 280 000 Flüchtlinge aufgenommen. 2015 waren es noch 890.000 bei 81 Millionen Einwohnern.