Staatshilfe für Monte Paschi dürfte niedriger ausfallen als geplant

Rom (APA) - Die Staatshilfen zur Rettung der angeschlagenen italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) dürften niedriger ausfallen al...

Rom (APA) - Die Staatshilfen zur Rettung der angeschlagenen italienische Bank Monte dei Paschi di Siena (MPS) dürften niedriger ausfallen als geplant. Der staatliche Beitrag zur Rettung der Bank könnte zwischen 5 und 6 Mrd. Euro betragen, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Mittwoch. Das Blatt bezog sich auf Brüsseler Quellen.

Die EU verhandelt zurzeit mit der italienischen Regierung über die Rettung von MPS. Bisher wurde erwartet, dass die italienische Regierung 6,6 Mrd. Euro in die Bank pumpt und einen 70-prozentigen Anteil übernimmt. Die Bank soll jedoch verstärkt Jobs opfern. Statt den ursprünglich geplanten 2.600 Jobkürzungen, was eine Reduzierung von zehn Prozent des Personals entspricht, sollen 5.000 Stellen abgebaut werden. Schon in den vergangenen Jahren waren 5.000 Jobs bei MPS gestrichen worden.

Nur mit strengen Sparmaßnahmen wird Brüssel der italienischen Regierung das Grüne Licht für die Rekapitalisierung geben. Monte dei Paschi di Siena hatte am Donnerstag einem vorläufigen Rettungsplan zugestimmt. Dieser gilt als eine Voraussetzung dafür, dass die EU-Kommission der geplanten Staatshilfe für das Institut in Milliardenhöhe zustimmt.

Nach dem Scheitern einer Kapitalerhöhung im Dezember hatte das Geldhaus beim italienischen Staat um Hilfe nachgesucht. Die Europäische Zentralbank hat den Kapitalbedarf der ältesten Bank der Welt mit 8,8 Mrd. Euro beziffert.