Ministerium gibt grünes Licht für neue Spieljochbahn
Der Baubescheid liegt vor. Ein Unternehmer will auf neuerlichen Einspruch verzichten. Er ortet eine Hetzkampagne gegen sich.
Von Angela Dähling
Fügen –Josef Unterlercher versteht die Welt nicht mehr. „Ich frag’ mich, was da gespielt wird. Da läuft eine Hetzkampagne gegen mich“, sagt der Fügener Unternehmer zu Veröffentlichungen im Internet und zu dem, was in Fügen und Fügenberg derzeit über ihn geredet wird. Unterlerchers Haus befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Spieljochbahn-Talstation und er hatte, wie berichtet, bei der Bauverhandlung zur neuen Bahn Einsprüche gemacht. Sie betrafen Seilwegerechte und Brandschutzmaßnahmen. Als Spieljochbahn-Besitzer Heinz Schultz in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Fügenberg das Bergbahnprojekt vorstellte (die Vierergondelbahn soll einer Zehnergondelbahn weichen), verlas er auch einen Zettel, auf dem Unterlerchers Sohn Punkte notiert haben soll, bei deren Erfüllung eine Einigung mit Schultz hergestellt werden könnte.
Zehn Parkplätze, eine verbreiterte Zufahrt und der Verzicht auf Einsprüche seitens der Spieljochbahn, wenn Unterlercher bauen sollte, sollen laut Aussagen mehrerer Anwesender bei der Sitzung zu den Punkten gezählt haben. Gründe genug, dass die Wogen hochgingen. „Heinz Schultz und sein Sohn kamen vorige Woche zu mir, weil sie mit mir besprechen wollten, wie wir uns einigen könnten“, sagt Unterlercher. Im Zuge des Gesprächs seien die Punkte dann notiert worden. „Ich verstehe den Wirbel nicht. Die Parkplätze hätte ich bezahlt, und dass ich für mein Haus einige Dinge absichern will, wenn ich die Chance kriege, ist das so was Schlimmes?“, fragt er. Forderungen eines Bauern sei indes bei der Bauverhandlung stillschweigend stattgegeben worden, behauptet er.
Montag habe er vom Ministerium nun den Baubescheid erhalten. Seine bei der Bauverhandlung genannten Einsprüche wurden damit abgewiesen. „Ich werde dagegen auch nicht mehr berufen und ließ das dem Ministerium umgehend mitteilen“, sagt Unterlercher mit Verweis auf ein Montag geschicktes Fax. Er sei nie gegen den Bahnbau gewesen, habe nur seine bürgerlichen Rechte wahrgenommen.
Laut Heinz Schultz sei es zu keinen Vereinbarungen oder Zugeständnissen mit Unterlercher gekommen und die gültigen Dienstbarkeitsverträge würden nicht geändert werden. Laut ihm hätten die Parkplätze kostenlos abgetreten werden sollen, was Unterlercher dementiert. Gegen den Baubescheid kann innerhalb von vier Wochen berufen werden. Unterlercher ist der Einzige, mit dem die Einigung ausstand, sagt Heinz Schultz. Wenn er auf den Einspruch verzichtet, könne umgehend mit dem Bau begonnen werden. Noch habe er den Einspruchsverzicht allerdings nicht gesehen, sagt Schultz.
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