Deutsche Bank legt weiteren Hypothekenstreit in den USA bei

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bank hat einen weiteren Rechtsstreit in den USA beigelegt. Das Institut stimmte gemeinsam mit der US-...

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Deutsche Bank hat einen weiteren Rechtsstreit in den USA beigelegt. Das Institut stimmte gemeinsam mit der US-Bank Wells Fargo und der Royal Bank of Scotland einem 165 Mio. Dollar (155,2 Mio. Euro) schweren Vergleich um US-Hypothekenpapiere zu, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Investoren hatten den Banken vorgeworfen, sie getäuscht zu haben in dem Glauben, dass die Hypothekenkredite, die den Verbriefungen (MBS) zugrunde lagen, von ihnen ordentlich geprüft und garantiert und damit sicher seien. Die Papiere im Volumen von rund 7,55 Mrd. Dollar waren von der inzwischen bankrotten US-Hypothekenbank NovaStar Mortgage vor der Finanzkrise ausgegeben worden.

NovaStar hatte sich auf Wohnungsdarlehen für eine wenig zahlungskräftige Kundschaft spezialisiert. Diese „Subprime-Kredite“ waren ein Auslöser der Finanzkrise, weil Tausende Immobilienbesitzer sie nicht mehr bedienen und tilgen konnten. Daraufhin platzte die Immobilienblase. Die drei Banken agierten als sogenannte Underwriter der Kredite. Ein Schuldeingeständnis ist mit dem Vergleich nicht verbunden.

In den vergangenen Jahren waren bereits hunderte ähnliche Fälle vor US-Gerichten verhandelt worden. Dabei ging es um den Vorwurf, dass Investoren nicht klar darauf hingewiesen wurden, dass in gebündelten Hypothekenpaketen hohe Ausfallrisiken schlummerten.

~ ISIN DE0005140008 US9497461015 GB0007595738 WEB https://www.deutsche-bank.de/index.htm

http://www.wellsfargo.com

http://www.rbs.com/ ~ APA539 2017-03-15/16:30