Mexikos Opposition will Baufirmen von Mitmachen am Mauerbau abhalten
Mexiko-Stadt/Washington (APA/AFP) - Die konservative Opposition in Mexiko will verhindern, dass sich das heimische Baugewerbe am Mauerbau an...
Mexiko-Stadt/Washington (APA/AFP) - Die konservative Opposition in Mexiko will verhindern, dass sich das heimische Baugewerbe am Mauerbau an der Grenze zu den USA beteiligt. Senatorin Gabriela Cuevas kündigte an, vor dem Senat einen Appell an alle Behörden des Landes zu richten, keine öffentlichen Aufträge mehr an Firmen zu vergeben, die sich an der von US-Präsident Donald Trump geplanten Mauer zwischen beiden Ländern beteiligen.
Es sei „logisch“, dass mit diesen Unternehmen „kein einziger“ Vertrag unterzeichnet werden könne. Das geplante Bauprojekt zog bereits das Interesse mehrerer Unternehmen aus dem Hoch- und Tiefbau auf sich. So erklärte sich beispielsweise der schweizerisch-französische Zementriese LafargeHolcim zum Missfallen der französischen Regierung bereit, den USA Material für „jede Art von Bautätigkeit“ zu liefern. Auch der mexikanische Konkurrent Cemex wollte bei einer entsprechenden Anfrage Material liefern.
Trump hatte als eine seiner ersten Amtshandlungen nach seinem Amtsantritt im Jänner per Dekret den Bau einer Mauer entlang der 3.200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko angeordnet. Damit will er die illegale Einwanderung bekämpfen. Die Kosten für die Mauer will Trump der mexikanischen Regierung aufbürden. Mexiko lehnt das ab. Die Beziehungen beider Länder haben sich seit Trumps Amtsantritt deutlich verschlechtert.