Autobahn-Steinewerfer 2 - Angeklagter drohte Opfer mit Gewalt
Ellwangen (APA/dpa) - Im Prozess stieß der Angeklagte wüste Drohungen gegen den verunglückten Familienvater aus. Sobald er wieder in Freihei...
Ellwangen (APA/dpa) - Im Prozess stieß der Angeklagte wüste Drohungen gegen den verunglückten Familienvater aus. Sobald er wieder in Freiheit sei, werde er sich eine Schusswaffe besorgen, rief der 37-Jährige während der Zeugenaussage des 33-jährigen Unfallopfers. Der Vorsitzende Richter brachte den Angeklagten mit der Androhung einer „Ordnungsmaßnahme“ zum Schweigen.
„Alles, was ich will, ist, wieder ein normales Leben führen zu können“, sagte die 26-jährige Frau, die nach einer Schädel-Basis-Fraktur mit Hirnblutung mehr als zwei Wochen im Koma lag. Ärzte mussten ihr das rechte Bein unterhalb des Knies amputieren. „Danach vergingen zweieinhalb Wochen, bis ich wieder wach war“, berichtete die Frau in ihrer Zeugenaussage. Bis heute sei sie teilweise gelähmt. Sie leide an Schmerzen und nehme täglich bis zu 20 verschiedene Tabletten. Zuvor hatte der Richter verfügt, dass der Angeklagte seinen Platz zu verlassen und sich in eine hintere Ecke des Gerichtssaals zu begeben habe, damit die Frau ihn nicht anschauen müsse.