Oö. Fensterhersteller Josko ist 2016 erneut gewachsen

Peuerbach (APA) - Der oö. Fenster- und Türenhersteller Josko mit Sitz in Kopfing (Bez. Schärding) hat seine 2015 erfolgte Rückkehr zum Wachs...

Peuerbach (APA) - Der oö. Fenster- und Türenhersteller Josko mit Sitz in Kopfing (Bez. Schärding) hat seine 2015 erfolgte Rückkehr zum Wachstum 2016 prolongieren können. Die Erlöse stiegen um 3,2 Prozent auf 132,7 Mio. Euro. Für heuer wird ein Halten oder ein leichter Rückgang erwartet, erklärte CEO und Mehrheitseigentümer Johann Scheuringer junior in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Peuerbach.

Das Familienunternehmen hatte 2015 nach zwei Jahren mit negativer Umsatzentwicklung wieder ein Plus verzeichnet. 2016 brachte den höchsten Umsatz in der inzwischen 57-jährigen Firmengeschichte. Er hat knapp den bisherigen Rekord von exakt 132 Mio. Euro übertroffen, der im Jahr 2012 erzielt worden war. Angaben über die Erträge macht die Geschäftsführung nicht.

Scheuringer bezeichnete sie nur als „zufriedenstellend“ und ergänzte: „Die Fensterbranche ist bekanntlich eine, in der man keine goldenen Eier verdienen kann.“ Aber man sei in der Lage, künftig eigenständig organisch wachsen zu können. Die Eigenkapitalquote ist 2016 von 33 auf 40 Prozent erhöht worden. Die verhaltene Umsatzerwartung kommentierte er mit: „Wir kommen aus einem Tal heraus und haben eine gesunde Skepsis.“ Das Geschäft sei heuer wegen des strengen Winters zäher als im Vorjahr angelaufen, allerdings würden auch mehr Menschen überlegen, zur besseren Wärmedämmung neue Fenster anzuschaffen.

Josko machte zuletzt 80 Prozent seines Umsatzes in Österreich. Hier sei man erstmals seit 4 Jahren wieder gewachsen - mit 2 Prozent in etwa analog zum Gesamtmarkt, der um 2,6 Prozent zulegte. Im hochwertigen Holz/Alu-Fenstersegment ist die Firma in Österreich mit einem Anteil von 16,1 Prozent nach eigenen Angaben Marktführer, am Gesamtfenstermarkt mit 10,7 Prozent - hinter Internorm - an zweiter Stelle, ebenso bei Kunststofffenstern (11,4 Prozent) und Haustüren (11,9 Prozent).

Der Exportanteil ist wieder gestiegen: von 19 auf 20 Prozent. Deutschland trägt 16 Prozent bei, davon 14 in Süddeutschland. Vor allem dort will man weiter wachsen und sich als Marke bei den Endkunden etablieren. 4 Prozent werden unter international verbucht, vor allem in den Ländern Tschechien, Schweiz und Großbritannien. Die Zahl der Mitarbeiter ist mit 780 nahezu stabil geblieben.

Nachdem zwischen 2009 und 2012 rund 40 Mio. Euro in Infrastruktur und Gebäude investiert wurde, will man nunmehr „moderater“ vorgehen. Heuer sollen 3 Mio. Euro vor allem in Produktinnovationen und in den Ausbau des Vertriebes fließen. Josko setzt dabei auf aktuell 150 Mono-Vertriebspartner, die auch entsprechend bei den Schauräumen unterstützt werden.