Linker Elyseekandidat Hamon will Grundeinkommen einführen

Paris (APA/dpa) - Ungeachtet von Kritik hält der französische Präsidentschaftskandidat Benoit Hamon von den Sozialisten an seinem Vorschlag ...

Paris (APA/dpa) - Ungeachtet von Kritik hält der französische Präsidentschaftskandidat Benoit Hamon von den Sozialisten an seinem Vorschlag eines Grundeinkommens fest. In einer ersten Stufe sollten junge Menschen und Arbeitnehmer mit sehr geringem Einkommen mit 600 Euro monatlich profitieren, teilte Hamon am Donnerstag in Paris bei seiner offiziellen Programmvorstellung mit.

Der zum linken Flügel der Sozialisten gehörende Hamon hatte sich bei der Vorwahl der Linken im Jänner gegen Ex-Premier Manuel Valls durchgesetzt. Hamon schaffte es bisher laut Kommentatoren aber nicht, seinen Wahlkampf im Schwung zu bringen. In Umfragen für die erste Wahlrunde im April liegt der Ex-Minister abgeschlagen auf Rang vier.

Hamon hatte in der Vorwahl versprochen, den Franzosen auf längere Sicht einkommensunabhängig ein Grundeinkommen von 750 Euro pro Monat zukommen zu lassen. Auch parteiintern waren die hohen Kosten dafür - gesprochen wird von rund 400 Milliarden Euro im Jahr - heftig kritisiert worden. Hamon tritt auch für ein Ende der - vom ihm so bezeichneten - harten Sparpolitik in Europa und für eine ökologische Wende ein.