Kiloweise Kriegsmaterial gesammelt - Oberösterreicher vor Gericht
Ried im Innkreis (APA) - Ein Oberösterreicher, der kiloweise Kriegsmaterial gehortet hat, muss sich heute, Freitag im Landesgericht Ried weg...
Ried im Innkreis (APA) - Ein Oberösterreicher, der kiloweise Kriegsmaterial gehortet hat, muss sich heute, Freitag im Landesgericht Ried wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Auch Nötigung und gefährliche Drohung wird ihm vorgeworfen. Er soll unabhängig von seiner Sammelleidenschaft einen Autofahrer zum Anhalten gezwungen und bedroht haben. Der 33-Jährige könnte bis zu zwei Jahren Haft ausfassen.
130 Stück Granaten, 65 Stück Granatpatronen, rund 25 Kilo Infanteriemunition, zehn Stück Panzerfaustzünder, eine Panzergewehrgranate und mehrere Handgranaten hatte die Polizei Mitte Februar bei dem Arbeitslosen daheim sowie in einem Versteck im Wald sichergestellt. Wegen der Gefährlichkeit des Funds sprengte der Entschärfungsdienstes einen Teil davon noch im Wald. Der Angeklagte soll das Material mit einem Metalldetektor in ganz Oberösterreich aufgespürt haben. Seine Vorliebe für Explosives wurde dem Mann bereits 2008 zum Verhängnis. Beim Herstellen einer Rohrbombe, so die Staatsanwaltschaft Ried, explodierte diese und zerfetzte ihm mehrere Finger.