Europas Leitbörsen zur Eröffnung tiefer erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am europäischen Aktienmarkt zeichnet sich am Freitag nach den kleinen Kurssprüngen am Vortag ein schwächer...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Am europäischen Aktienmarkt zeichnet sich am Freitag nach den kleinen Kurssprüngen am Vortag ein schwächerer Auftakt ab. Der Future auf den Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 signalisierte eine halbe Stunde vor Handelsbeginn einen um 2,41 Prozent tieferen Start bei 3.357 Punkten.

Der F-DAX ließ als Indikator für den deutschen Leitindex ein knappes Minus von 0,02 Prozent auf 12.081 Punkte erwarten. Der Londoner FT-SE-100 deutet eine klar tiefere Eröffnung mit einem Minus von 1,09 Prozent an.

Am Donnerstag hatten die Anleger noch positiv auf eine eher ruhige Hand der US-Notenbank Fed reagiert. Die hatte den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte angehoben und gleichzeitig signalisiert, bei weiteren Zinserhöhungen nicht zu sehr aufs Tempo zu drücken. Der DAX war daraufhin bis auf 12.156 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit April 2015 gesprungen. Im Verlauf machten einige Anleger aber erst einmal Kasse, die Gewinne schmolzen ein gutes Stück.

Zum Wochenschluss richten sich die Blicke auf Konjunkturdaten aus den USA. Neben der Industrieproduktion steht die Verbraucherstimmung Uni Michigan auf der Agenda.

Auf der Unternehmensseite steht eine Kapitalerhöhung des Energiekonzerns E.ON im Fokus, dem nun etwa 1,35 Milliarden Euro in die Kasse fließen. Trotz der Anteilsverwässerung legten die Papiere in der Früh auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss des Vortages leicht zu. „Der Markt wurde gut auf die Kapitalmaßnahme vorbereitet und die Anleger hatten entsprechend genügend Zeit, sich zu positionieren“, sagte ein Börsianer.

Fraport-Aktien stiegen auf Tradegate um rund 2 Prozent. Die Zahlen für 2016 hätten zwar nicht überzeugt, doch liefere der gute Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr Rückenwind, hieß es aus dem Handel.

Für die Aktien des wegen eines Übernahmepokers im Fokus stehenden Arzneimittelherstellers Stada ging es auf Tradegate um eineinhalb Prozent nach unten. Das Unternehmen vertage Gespräche mit Kaufinteressenten. Die Führungsspitze des Generikaherstellers will womöglich die Interessenten zu höheren Geboten reizen.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA080 2017-03-17/08:41