Anrainerkritik an Baustelleninfo
Imst – Seit Montag wird wieder an der neuen Pflasterung der Imster Innenstadt gearbeitet. Dass man erst am Donnerstag davor seitens der Stad...
Imst –Seit Montag wird wieder an der neuen Pflasterung der Imster Innenstadt gearbeitet. Dass man erst am Donnerstag davor seitens der Stadt in einer geladenen Veranstaltung informiert worden sei, stößt vor allem einigen Geschäftsleuten in der Schustergasse sauer auf.
„Das war so ,Friss oder stirb‘“, meint etwa Trafikantin Monika Wegleiter. Hier gehe es doch um eine Baustelle, die insgesamt fast ein Vierteljahr dauern werde. „Und wo waren gewählte Vertreter der Stadt?“, fragt sie sich. „Mir geht es um eine gute Beschriftung für die Verkehrsteilnehmer“, sagt Eggerbräu-Wirt Hans Gruber. „Wenn die Stadt schon so viele Millionen in die Innenstadt investiert, dann sollte doch auch eine Beschilderung drinnen sein. Immer geht es nur um die Kramergasse und den Sparkassenplatz, aber die Schustergasse ist nie wichtig“, erklärt Wegleiter. Und Christa Raffl von der Metzgerei beklagt, „dass wir zwei Monate und drei Wochen nicht erreichbar sind, aber nicht erklärt wird, wie umgeleitet wird“.
Bei der Anrainer-Info saßen der (unkritisierte) Architekt und Stadtmarketing-Chefin Tatjana Stimmler auf dem Podium, Vizebürgermeistermeister Stefan Krismer im Publikum: „Ich war bewusst nur als Hauseigentümer da“, erklärt er der TT. Was die Baustelleninfo betrifft, meint er: „Man kann immer alles früher und genauer sagen. Aber ja, der Bauablauf gehört im Internet bekannt gegeben“, so Krismer. Grundsatzdiskussionen über die Innenstadtgestaltung, wie von einigen Anrainern angesprochen, brauche man aber keine: „Die Pflasterung ist beschlossen und im Budget sind 1,5 Millionen Euro drinnen.“
Stimmler ihrerseits verweist darauf, dass die Sperre der Schustergassenzufahrt von oben erst ab dem 6. April kommen werde. „Und der Bauzeitplan ist ab Montag auch auf den Internetseiten der Stadt und des Stadtmarketings abrufbar.“ Stadtchef Stefan Weirather, der „wegen eines anderen Termins verhindert“ war, betont seinerseits, dass „die Baustellentermine durchaus auch mit den Gewerbetreibenden abgestimmt wurden“. (pascal)