Landespolitik

Wattens sichert sich zentrale „Zukunftsaktie“

Von Michael Domanig...

Von Michael Domanig

Wattens –Die Marktgemeinde Wattens erwirbt ein strategisch bedeutsames Grundstück nahe dem ehemaligen Klärwerk: In seiner jüngsten Sitzung votierte der Wattner Gemeinderat einstimmig dafür, einem Landwirt die 3990 Quadratmeter große Fläche abzukaufen. Die Gemeinde habe das Grundstück „schon länger im Auge“ gehabt, betonte BM Thomas Oberbeirsteiner (Für Wattens – VP), dieses sei von „essenzieller Bedeutung für eine etwaige Bebauung“ (Stichwort etwa: Bauhof, Recyclinghof).

Nach mehreren Verhandlungsrunden, die sich laut Oberbeirsteiner nicht einfach gestalteten, einigte man sich mit dem Landwirt auf einen Kaufpreis von 205 Euro pro Quadratmeter. Inklusive Steuern und Gebühren kostet der Grundstücksdeal die Gemeinde 862.700 Euro. 400.000 Euro werden aus der Grundkaufsrücklage entnommen, der Rest über die Haushaltsrücklage bedeckt.

Als Teil des Gesamtgeschäfts kann der Landwirt außerdem ein derzeit in Kirchenbesitz stehendes Grundstück auf Kolsasser Gemeindegebiet ankaufen, um 65 Euro pro Quadratmeter.

Gemeindevorstand Erich Steiner (FPÖ) lobte Oberbeirsteiners Verhandlungsgeschick, das Grundstück beim alten Klärwerk sei eine „Zukunftsaktie, egal, was die Marktgemeinde dort macht“.

Ersatz-GR Robert Moosleitner (Christa Gangl & Team – Gemeinsam für Wattens) stimmte dagegen „nur mit Bauchweh“ zu: „205 Euro für Grünland, da fehlen mir die Worte“, meinte er – zumal der Landwirt seinerseits nur 65 Euro/m2 bezahle.

„Schaut euch einmal die Marktsituation an“, konterte Oberbeirsteiner, es gebe in Wattens sonst kaum Möglichkeiten, wo man etwa einen Recyclinghof realisieren könnte. Zudem bleibe die Fläche ja kein Grünland, sondern werde umgewidmet.

In derselben Sitzung schuf der Gemeinderat mit der Erlassung eines Bebauungsplanes die Grundlage für ein großes Nachverdichtungsprojekt der Alpenländischen Heimstätte in der Peter-Rosegger-Straße: Bestandsgebäude mit 24 Wohnungen werden abgerissen und durch drei neue Baukörper mit insgesamt 46 Wohneinheiten ersetzt.

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