Kitzbühel

Vermietung sorgt für Aufregung in Kitzbühel

© Angerer Harald

Ein Haus im Bereich Sonngrub wird zur Ferienvermietung angeboten, dieses liegt aber laut Stadt nicht im Einheimischen-Wohngebiet.

Von Harald Angerer

Kitzbühel –Die Einheimischen unter sich – das Wohngebiet Sonngrub in Kitzbühel wurde für die Einheimischen erschlossen und zu einem günstigen Preis, ab 180 Euro pro Quadratmeter, an Kitzbüheler verkauft. Unter strengen Auflagen. Eine davon ist, dass die Häuser oder darin befindliche Wohnungen nicht vermietet werden dürfen, auch keine Ferienwohnungen.

Nun sorgt ein Angebot auf der Internetplattform „AirBnB“ für Gesprächsstoff in Kitzbühel. Ein neues Chalet im Tiroler Stil wird dort nämlich um 1251 Euro pro Nacht angeboten. Es soll sich dabei aber nicht um ein Haus in Sonngrub handeln, wie die Stadt auf Anfrage klarstellt. „Das Haus steht nicht im Einheimischen-Siedlungsgebiet Sonngrub. Es gehört zu den Lechenperg-Grundstücken, die frei am Markt verkauft wurden. Die Stadt hat demnach natürlich auch keinen Einfluss darauf, was die Hausbesitzer mit ihren Häusern machen“, sagt Bürgermeister Klaus Winkler.

Doch auch in Sonngrub gibt es vier bekannte Fälle, wo Wohnungen vermietet wurden. Diese waren auch schon des Öfteren Thema, denn diese Fälle sind der Stadt bekannt. „Generell ist eine kurzfristige Vermietung nicht zulässig. In diesem Zusammenhang wurden auch bereits Verwarnungen ausgesprochen. Sollte es konkrete Anhaltspunkte geben, werden in Zukunft konsequentere Maßnahmen ergriffen“, sagt Winkler. Man werde nochmal nachforschen, ob die Vermietung eingestellt wurde.

Interessant ist das Angebot auf „AirBnB“ aber für den Kitzbüheler Tourismusverband. „Diese Vermietung ist uns noch nicht bekannt, wir werden der Sache nachgehen“, sagt Brigitte Schlögl, Direktorin Kitzbühel Tourismus. Die Vermietung über solche Plattformen ist den Touristikern schon länger ein Dorn im Auge, denn die Vermieter zahlen keine Umsatzsteuer, keine Nächtigungsabgabe und sind nicht an behördliche Auflagen gebunden.

„Wir haben uns die Angebote auf AirBnB erst kürzlich angesehen, um konkrete Zahlen zu haben. Mit der Suche nach Kitzbühel seien 304 Angebote zu sehen gewesen, aber lediglich 122 kamen wirklich aus dem Kitzbüheler Verbandsgebiet mit Kitzbühel, Reith, Jochberg und Aurach. Die anderen Angebote kamen aus Nachbarorten, zum Teil bis Saalbach. Von den 122 Angeboten waren 66 dem TVB schon als Vermieter bekannt. Sieben waren nicht gemeldet. „Diese Vermieter haben wir bei der Kontrollstelle des Landes Tirol gemeldet“, schildert Schlögl. Einer der sieben habe insgesamt 208 Nächtigungen beim Tourismusverband nachgemeldet und ein weiterer alle Nächtigungen von Februar 2014 bis August 2016.

Weitere 49 sind dem Verband völlig unbekannt. „Wir haben versucht, diese anhand der Fotos zu identifizieren. Denn zum Teil sind die Angebote ja völlig anonym und auch die Adresse scheint nicht auf“, schildert die TVB-Direktorin. Das nun aufgetauchte Angebot ist ein ebensolches. „Die unbekannten Vermieter ausfindig zu machen ist leide­r ein enormer Aufwand“, erklärt Schlögl.

Für Sie im Bezirk Kitzbühel unterwegs:

Theresa Aigner

Theresa Aigner

+4350403 2117

Michael Mader

Michael Mader

+4350403 3050

Harald Angerer

Harald Angerer

+4350403 2059