Bures in Rom: „Europa muss für seine Bürger wieder zur Lösung werden“
Rom (APA) - Nationalratspräsidentin Doris Bures hat am Freitag in ihrer Rede bei der Außerordentlichen EU-Parlamentspräsidenten-Konferenz in...
Rom (APA) - Nationalratspräsidentin Doris Bures hat am Freitag in ihrer Rede bei der Außerordentlichen EU-Parlamentspräsidenten-Konferenz in Rom die Notwendigkeit hervorgehoben, dass Europa in den Augen seiner Bürger wieder zur Lösung werde.
„Wir können heute nicht einfach nur das 60-jährige Bestehen der Römischen Verträge feiern, sondern wir müssen arbeiten, damit Europa in den Augen seiner Bürger wieder zur Lösung wird“, so Bures.
Die Nationalratspräsidentin machte darauf aufmerksam, dass die Errungenschaften der EU heute vor allem außerhalb der Union gesehen werden. Die EU-Bürger würden die Union dagegen als Institution betrachten, die überregulierend in das Leben der Menschen eingreife und andererseits zu große Wohlstandsgefälle zulasse. Um diese großen Herausforderungen zu bewältigen, brauche es Reformen. „Diese können nur erfolgreich sein, wenn wir Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit ins Zentrum unserer Bemühungen stellen“, sagte Bures.
Die europäische Integration sei nie selbstverständlich gewesen sei. Sie erfordere auch heute „harte Arbeit und immense Überzeugungskraft“.“Aber es liege an uns allen zu kämpfen, damit die europäische Einigung das Herz der Menschen erreicht“, sagte Bures.
Im Zentrum der Konferenz in Rom stehen die historischen Dimension der EU-Gründungsverträge und Reformvorschläge, die die Einhaltung der Friedens- und Wohlstandsversprechen der Union sichern sollen. Die Konferenz findet anlässlich des 60. Jahrestages der Unterzeichnung der Römischen Verträge, der am 25. März gefeiert wird, statt.