Deutsche Industrie vermisst klares US-Bekenntnis zur Kooperation
Washington/Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Industrie hat beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Washington ein klares Bekenntnis der US-...
Washington/Berlin (APA/dpa) - Die deutsche Industrie hat beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Washington ein klares Bekenntnis der US-Regierung zu einer engen wirtschaftlichen Kooperation vermisst. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, sagte: „Darauf hat nicht nur die transatlantische Wertegemeinschaft, sondern die gesamte Weltwirtschaft sehnsüchtig gewartet.“
Niemand sei eine Insel - auch die USA unter ihrem Präsidenten Donald Trump nicht. Nicht nur Deutschland und Europa, sondern auch die USA würden von einer engeren Zusammenarbeit profitieren, so Kempf. Lobenswert nannte Kempf, dass sich Trump „ausdrücklich von einer isolationistischen Haltung distanziert hat. Die USA dürfen sich nicht abschotten, weder wirtschaftlich noch politisch“. Auch das klare Bekenntnis Merkels zur Fortsetzung der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA hätten ihn „stark beeindruckt“, sagte der BDI-Chef.
Er erinnerte daran, dass deutsche Tochtergesellschaften in den USA fast 700.000 Menschen beschäftigten. „Somit ist Deutschland der drittgrößte ausländische Arbeitgeber in den USA. Unsere Unternehmen helfen, die Industrie vor Ort zu stärken, etwa durch ihr hervorragendes Engagement für Bildung, um Menschen beispielsweise fit zu machen für den digitalen Wandel.“ Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA steigerten Investitionen und sicherten Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks.