NGO Menschen für Menschen nahm weiteres Projekt in Angriff
Wien (APA) - Vor dem Hintergrund der Migrationsbewegung aus Afrika Richtung Europa hat die NGO Menschen für Menschen Österreich ein weiteres...
Wien (APA) - Vor dem Hintergrund der Migrationsbewegung aus Afrika Richtung Europa hat die NGO Menschen für Menschen Österreich ein weiteres Hilfsprojekt in Äthiopien in Angriff genommen. Es befindet sich rund 115 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Addis Abeba im Verwaltungsbezirk Jeldu, wo 90 Prozent der Einwohner von den Erträgen ihrer meist zu kleinen Felder abhängig sind.
In einer ersten, auf drei Jahre angesetzten Projektphase sollen in einem Gebiet mit 52.000 Menschen Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser und Gesundheit umgesetzt werden, hieß es seitens Menschen für Menschen (MfM). Diese Maßnahmen umfassen den Angaben zufolge unter anderem Terrassierungen und Aufforstungen, landwirtschaftliche Schulungen, den Bau von Brunnen und Quellfassungen, die Einrichtung von Kooperativen und den Zugang zu Verhütungsmitteln.
Ein enormes Problem in der Region sind Entwaldung und als unmittelbare Folge Bodenerosion. In der Vergangenheit habe es zwar immer wieder Bestrebungen gegeben, das Land aufzuforsten, doch fehle es der Bevölkerung an Wissen und Baumsetzlingen, die in großer Anzahl benötigt würden, erläuterte MfM Österreich. Ziel des Projekts ist die nachhaltige Verbesserung der Lebensgrundlagen, so dass die Bewohner imstande sind, sich selbst zu versorgen und nicht auf Hilfe von außen angewiesen sind. Derzeit würden in dem Gebiet überwiegend Kartoffeln und Getreide angebaut. Obst und Gemüse seien so gut wie überhaupt nicht verfügbar, was schwere Mangelerscheinungen zur Folge habe. Zugang zu sauberem Trinkwasser habe nur jeder Zehnte.
Das Projekt ist das mittlerweile dritte des österreichischen Vereins. Insgesamt betreut bzw. betreute die internationale NGO nach eigenen Angaben 20 Projektregionen, acht davon sind abgeschlossen.