Der FC Kufstein ließ die Festung gleich zum Auftakt erzittern
Der erste Westliga-Spieltag 2017 blieb aus Tiroler Sicht durchwachsen. Kufstein machte die Ausnahme.
Von Tobias Waidhofer
Kufstein — Vier Spiele — drei Niederlagen. Der Auftakt ins Westliga-Jahr hätte für die Tiroler Klubs besser laufen können. Das gilt aber nur allgemein. Denn der FC Kufstein im Speziellen zündete gleich im ersten Match ein kleines Feuerwerk. Das 4:0 gegen die Altach Amateure steht ja für sich.
„Ein Zahnrädchen hat ins andere gegriffen. Wir waren 90 Minuten spielbestimmend“, freute sich Trainer Martin Hofbauer, der drei Neuzugänge in seine Startelf einbaute: In der Innenverteidigung sorgte Marynas Düda für Stabilität, vorne wirbelten die Ex-Schwazer Sinan Bicer (zwei Assists) und Ramo Buljubasic (ein Tor, ein Assist). Letzterer musste allerdings mit Verdacht auf Zehenbruch ausgewechselt werden.
Gebrochen hat sich Schwaz-Trainer Stefan Höller zwar nichts, ärgern musste er sich trotzdem. Und zwar nicht über die Leistung, sondern über das Ergebnis (0:1 gegen Dornbirn). „Wir haben die beste erste Halbzeit gespielt, seit ich hier bin. Aber wir haben die Tore nicht geschossen.“ Das tat dafür Dornbirn mit einem unberechtigten Elfmeter. „Solche Tage gibt‘s“, seufzte der Coach.
Zum Seufzen war auch Wörgl-Coach Denis Husic nach dem 1:5 in Anif zu Mute. Ein „Bock“ von Goalie Peter Hajda („Ich weiß nicht, was er da draußen verloren hat“) nach 15 Sekunden, ein verweigerter Handelfmeter und vergebene Chancen in Durchgang eins waren der Anfang vom Ende. Nichts zu holen gab es auch für die Wacker Amateure. Trotz Profi-Verstärkung (Hesina, Siller) setzte es gegen Tabellenführer Grödig ein 0:2.