Länderspielpause kommt für die Wattener zur richtigen Zeit
Von Tobias Waidhofer...
Von Tobias Waidhofer
Wattens –Es war am Freitagabend irgendwie ein Spiel der Gegensätze im Gernot-Langes-Stadion. Die fand man zum einen in der Wattener Startaufstellung: Da stand rechts hinten der erst 18-jährige Niko Schneebauer in ebenso beeindruckender Manier seinen Mann wie in der Mittelfeldzentrale der 21 Jahre ältere Martin Svejnoha (39).
Zum anderen zeigte sich die Diskrepanz mit Blick auf die Eckballbilanz: Während Horn seine Stärken in dieser Disziplin beim Ausgleichstreffer wieder einmal geltend machte, blieben die elf WSG-Eckbälle am Freitagabend meistens harmlos. Schon in Linz (sechs Eckbälle) und Kapfenberg (zehn) gab es nichts Zählbares. Das ist Trainer Thomas Silberberger ein Dorn im Auge. „Mir fehlt da ein bisschen die Spannung. Wir müssen es bei Eckbällen mehr erzwingen.“ Denn eigentlich hätte man ja mit Benni Pranter „einen starken Schützen“.
Ansonsten war der Coach mit dem 1:1-Remis durchaus einverstanden: „Die erste Viertelstunde war sehr gut. Danach haben wir den Faden verloren. In der zweiten Halbzeit haben wir ein passables Spiel abgeliefert.“ Bei der Riesenchance von Christian Gebauer, einem gefährlichen Schuss von Youngster Schneebauer oder dem Freistoß von David Gugganig in der Nachspielzeit wäre der Lucky Punch durchaus möglich gewesen. Es wollte aber einfach nicht sein. Und so wird die Luft im Abstiegskampf noch ein bisschen dünner. Zwischen dem Tabellen-Vierten und dem -Neunten liegen gerade einmal vier Zähler. „Für uns hat sich gar nichts geändert“, will Trainer Silberberger nichts von einem erhöhten Druck wissen. „Es war immer klar, dass wir gegen den Abstieg spielen. Jetzt sind sieben Mannschaften dabei, das ist das Neue an der Situation.“
Und andere Mannschaften hätten dabei durchaus größere Sorgen. „Der FC Wacker, Kapfenberg und Wiener Neustadt haben nie und nimmer damit gerechnet, dass sie da hinten reinrutschen“, weiß Silberberger.
Jetzt gilt’s in der Länderspielpause erst einmal die Wunden zu lecken und die Verletzungen zu pflegen. „Ich komm’ am Zahnfleisch daher“, gestand zum Beispiel Mittelfeld-Dauerläufer Florian Toplitsch. Und damit wird er im WSG-Kader nicht alleine sein.
„Die Länderspielpause passt ganz gut“, weiß Silberberger. Am 31.3. kommen die Jungbullen des FC Liefering nach Wattens, dann sollten auch Mader, Neurauter und Katnik wieder dabei sein.