Tausende Russen feiern dritten Jahrestag der Krim-Annexion

Kiew/Moskau/Sewastopol (APA/dpa) - Russland hat den dritten Jahrestag der umstrittenen Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim gefeier...

Kiew/Moskau/Sewastopol (APA/dpa) - Russland hat den dritten Jahrestag der umstrittenen Einverleibung der ukrainischen Halbinsel Krim gefeiert. In der Hauptstadt Moskau, im Fernen Osten Sibiriens und auf der Krim selbst begingen Tausende Russen die Aufnahme des beliebten Schwarzmeerhalbinsel in die Föderation mit Straßenfesten.

Russland hatte sich die ukrainische Halbinsel Krim 2014 einverleibt. Der Westen - auch Deutschland - sieht darin einen Völkerrechtsbruch. In einem umstrittenen Referendum hatten die Bewohner der Krim am 16. März 2014 für einen Beitritt zu Russland gestimmt. Am 18. März wurde in Moskau ein entsprechender Aufnahmevertrag unterzeichnet.

Viele Russen unterstützen die Krim-Annexion und werten sie als Verdienst von Präsident Wladimir Putin. Der Kremlchef selbst sagte in diesem Jahr eine Teilnahme an den Feierlichkeiten ab. In Moskau gibt es Pläne, die Präsidentenwahl 2018 am Jahrestag der Einverleibung abzuhalten. Die Russen rechnen mit einer Kandidatur Putins.

„Dies ist der Tag unserer Heimkehr, die lebendige Geschichte des Krim-Frühlings“, sagte der moskautreue Republikchef Sergej Aksjonow. In der Krim-Metropole Sewastopol vertrat eine Delegation von Dumaabgeordneten mit Parlamentsvizepräsident Pjotr Tolstoj an der Spitze die Moskauer Politik.