Behindertensport

Eine kugelrunde Geschichte

Endlich! Der Tiroler Roman Rabl freute sich nach vielen zweiten Plätzen in den vergangenen Saisonen über den Riesentorlauf-Gesamtsieg.
© Rabl

Der Söller Roman Rabl jubelte über Riesentorlauf-Kristall, Claudia Lösch Slalom-Vierte.

Pyeongchang –ÖSV-Behindertenskifahrer Roman Rabl dominierte in der abgelaufenen Saison den Riesentorlauf-Weltcup nach Belieben und feierte in sieben Rennen sechs Podestplätze (vier Siege). „Ein Wahnsinn“, freute sich der 25-Jährige aus Söll. Platz zehn beim Weltcupfinale in Pyeongchang (Südkorea) hatte gereicht und Rabl durfte endlich die ersehnte Kugel entgegennehmen. Nach Platz sechs im Slalom erreichte der Tiroler im Gesamtweltcup den sehr guten zweiten Platz. Gesamtsieger wurde der Japaner Taiki Morii.

Für den ÖSV war es die erfolgreichste Saison seit vielen Jahren: Der Gewinn des Gesamtweltcups bei den stehenden Herren durch Markus Salcher sowie Platz drei für Thomas Grochar und Rang zwei für Rabl waren das i-Tüpferl. In den Disziplinenwertungen holte der ÖSV vier Siege durch Salcher (Super-G/Abfahrt), Grochar (Slalom) und Rabl (Riesentorlauf). Damit sicherten sich die Österreicher auch die Nationenwertung – eine kugelrunde Geschichte. Für Rabl gibt es zum Saisonschluss noch eine Zugabe: „Jetzt geht es noch zur Zollski-Meisterschaft!“

Nicht wie erhofft verlief das Weltcup-Finale in Korea für die Wahl-Innsbruckerin Claudia Lösch. Mit Platz vier im abschließenden Slalom rutschte die 28-Jährige förmlich in letzter Sekunde in der Slalomwertung noch vom Podest. Den Gesamtweltcup beendete sie hinter der Deutschen Anna Schaffelhuber auf Platz zwei. Mit ihrem Comeback nach einjähriger Verletzungspause durfte sie dennoch zufrieden sein. (ben)