Mordprozess gegen Wiener Banker, der Stiefbruder in den Kopf schoss
Korneuburg/Wien (APA) - Ein Wiener Banker muss sich ab Montag wegen Mordes an seinem Stiefbruder im Landesgericht Korneuburg verantworten. D...
Korneuburg/Wien (APA) - Ein Wiener Banker muss sich ab Montag wegen Mordes an seinem Stiefbruder im Landesgericht Korneuburg verantworten. Der 45-Jährige hatte am 18. September 2015 in Wien-Währing dem um zwei Jahre Jüngeren in den Kopf geschossen. Der Angeklagte behauptet, es habe sich um einen Unfall gehandelt. Er habe seinem Stiefbruder seine Pistole gezeigt, beim Hantieren habe sich unabsichtlich ein Schuss gelöst.
Staatsanwältin Gudrun Bischof unterstellt dem Banker demgegenüber Tötungsvorsatz, wobei sie sich vor allem auf das Gutachten einer Blutspuren-Expertin und die Auswertung von Handy-Daten stützt. Aus letzterem lässt sich nach Ansicht der Anklage Eifersucht als Motiv belegen: die Ex-Frau des Angeklagten - eine Wiener Staatsanwältin, die er nach der Trennung weiter geliebt haben soll - soll mit dem Getöteten per Smartphone seit Oktober 2013 Anzüglichkeiten ausgetauscht haben, die der Angeklagte auf seinem Gerät mitlesen konnte.